Cancom: «Wir haben mit sehr belastenden Rahmenbedingungen gekämpft»

Der IT-Dienstleister Cancom will nach dem schwachen ersten Halbjahr den Rest des Jahres zum Aufholen nutzen.

Der IT-Dienstleister Cancom will nach dem schwachen ersten Halbjahr den Rest des Jahres zum Aufholen nutzen. Vor allem eine bessere Verfügbarkeit von IT-Komponenten lässt den MDax-Konzern hoffen, die im Mai gesenkte Jahresprognose zu erreichen. Im zweiten Quartal lief es hingegen weiter nicht rund, der Umsatz fiel wegen Lieferproblemen um knapp zwei Prozent auf rund 299 Millionen Euro, wie es vom Unternehmen am Donnerstag hieß. Die Münchener erzielten auch beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) circa achteinhalb Prozent weniger und damit knapp 25 Millionen Euro.

Unter dem Strich sank der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um rund ein Viertel auf 8,9 Millionen Euro. Eine Besserung der Lage trat den Angaben zufolge bereits im Juni ein. „Wir haben im ersten Halbjahr 2022 mit sehr belastenden Rahmenbedingungen gekämpft und daher das Potenzial unseres rekordhohen Auftragsbestands nicht in Wachstum umsetzen können“, sagte Vorstandschef Rudolf Hotter. „Nachdem sich die Zurückhaltung unserer öffentlichen Auftraggeber aber seit Juni aufgelöst hat und Entspannungen in der IT-Lieferkette spürbar sind, sehen wir eine Trendwende in der Umsatzentwicklung.“ (dpa)

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