Cloudsoftware-Spezialisten enttäuschen

Salesforce und Snowflake dürften am Donnerstag die jüngst wieder aufgehellte Stimmung im Technologiesektor etwas trüben.

Salesforce und Snowflake dürften am Donnerstag die jüngst wieder aufgehellte Stimmung im Technologiesektor etwas trüben. Beide Cloudsoftware-Konzerne enttäuschten mit ihren Geschäftsausblicken die Anleger.

Im vorbörslichen US-Handel fielen Salesforce um 7,3 Prozent auf 148,54 Dollar, Snowflake verloren 4,2 Prozent und kosteten 136,90 Dollar. Marktteilnehmer werteten die neuen Prognosen als Beleg für die in einem unsicheren Wirtschaftsumfeld nachlassenden Investitionen von Unternehmen in Technologie.

Bei Salesforce verstimmte die Anleger zusätzlich der Weggang von Co-Chef Bret Taylor Ende Januar. Taylor war sechs Jahre bei Salesforce und erst vor einem Jahr an die Doppelspitze mit Firmengründer Marc Benioff befördert worden. Analyst Brent Thill von Jefferies zeigte sich vom Rückzug Taylors überrascht. Das Co-Chef-Modell funktioniere nicht, schrieb er mit Verweis auf nun schon zwei Abschiede in drei Jahren.

Thill kürzte genauso wie einige seiner Kollegen das Kursziel für Salesforce. Allerdings blieben die meisten Analysten bei ihren positiven Anlageempfehlungen. Laut Mark Murphy von JPMorgan sollte das Geschäftsmodell des Softwarekonzerns den verschlechterten Konjunkturbedingungen standhalten. Kash Rangan von Goldman Sachs glaubt, dass das Kalenderjahr 2023 womöglich die Talsohle markiert.

Die Salesforce-Aktien bleiben mit dem aktuellen vorbörslichen Minus in ihrer Seitwärtsbewegung seit Ende August mit Kursen zwischen 136 und 166 Dollar, während bei Snowflake der jüngste, Ende August eingeschlagene Abwärtstrend intakt bleibt. (dpa)

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