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Dienstag, Februar 24, 2026

Cloud-Nutzung auch ohne IT-Abteilung

Immer mehr deutsche Firmen wollen mit Cloud Services ihre Geschäftsprozesse optimieren. Wenn die IT-Abteilungen nicht mitziehen, werden Cloud-Lösungen oft ohne den Segen der IT genutzt.

Ziel der IDC-Befragung unter 260 IT-Fach- und Führungskräften aus Unternehmen in Deutschland mit mindestens 100 Mitarbeitern war es, die aktuellen Trends und Pläne bei der Nutzung von Cloud Services zu ermitteln. Für die Unternehmen ist das mit Abstand bedeutendste Geschäftsziel die Verbesserung der Geschäftsprozesse. Daraus leiten sich die Anforderungen an die IT ab: Neben IT-Kernaufgaben wie der Verbesserung der IT-Sicherheit (45%) oder der Senkung der IT-Kosten (33%) fordern vor allem Entscheider aus den Fachbereichen die bessere Unterstützung ihrer Geschäftsprozesse (43%).

Cloud Services durchdringen die deutschen Unternehmen, denn über die Hälfte (55%) der befragten Organisationen nutzt bereits oder implementiert derzeit Cloud Services. Außerdem planen oder beschäftigen sich 27 Prozent mit der Einführung von Cloud Services. Neue Geschäftsmodelle und die Entwicklung branchenspezifischer Lösungen durch die intelligente Kombination von Cloud Services mit anderen IT-Initiativen sind aktuell lediglich für acht Prozent der befragten Unternehmen das langfristige Ziel. Es gibt zwar bereits Anwendungsbeispiele, intelligente Branchenlösungen befinden sich aber noch in den Kinderschuhen.

Die Gründe für die bessere Unterstützung der Fachabteilungen mittels Cloud Services sind vielschichtig und spiegeln die genannten langfristigen Ziele wider. Schnellere und flexiblere Geschäftsabläufe (56%) und die kurzfristige Implementierung von neuen Geschäftsprozessen (46%) sind die wichtigsten Motive. Schnellere Betriebsprozesse werden außerdem durch mobilen Zugriff (46%) der User auf Daten und Unternehmensapplikationen erreicht. Cloud Services, in Kombination mit Mobile Device Management-Lösungen und Verschlüsselungsmethoden, ermöglichen den ebenso sicheren wie einfachen Zugriff auf Anwendungen. Dabei ist der Bedarf für mobiles Arbeiten hoch: Rund die Hälfte der Belegschaft in den befragten deutschen Unternehmen arbeitet heute bereits in unterschiedlichem Umfang von unterwegs oder im Home Office.

Die enge Zusammenarbeit zwischen IT- und Fachbereichen (43%) stellt für Fach-Entscheider die zweitgrößte Herausforderung dar, um mit Cloud Services die Betriebsabläufe besser zu unterstützten. Dies liegt auch am mangelnden gegenseitigen Verständnis, denn Fachbereiche verfügen nach eigener Aussage oftmals über zu wenig technisches Verständnis (43 %) und vice versa verstehen die IT-Abteilungen die Anforderungen der Fachbereiche nicht ausreichend.

Diese Barrieren führen offensichtlich dazu, dass die Fachabteilungen nicht auf die eigene IT setzen: Bereits heute nutzen 32 Prozent der Fachabteilungen teilweise und 12 Prozent sogar sehr umfangreich Cloud Services  –  ohne die IT-Abteilung einzubeziehen. Diese Schatten-IT kann aber für erheblich Sicherheitsrisiken (57%) sorgen, denn sowohl Unternehmensrichtlinien (38%) als auch gesetzliche Regularien (36%) können verletzt werden. Zudem bilden sich erneut „IT-Inseln“, die wiederum verhindern, Geschäftsprozesse zu automatisieren. Aus Sicht von IDC ist das vorliegende Ergebnis auch als Aufforderung an die IT zu verstehen, die kurzfristig eingeforderten Wünsche der Fachbereiche nicht einfach abzuweisen, sondern mit den Abteilungen in den Dialog zu treten.

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