Mediamarkt-Saturn-Übernahme stockt

Der chinesische JD-Konzern will Europas größten Elektronikhändler übernehmen, doch in Österreich geht es nicht voran. Wien hat Bedenken. Andere Länder haben dagegen schon zugestimmt.

Die geplante Übernahme von Europas größtem Elektronikfachhändler Mediamarkt-Saturn durch den chinesischen E-Commerce-Riesen JD.com kommt in Österreich nicht voran. Dort seien die Gespräche über eine Freigabe schwierig, teilte der Mediamarkt-Saturn-Mutterkonzern Ceconomy AG mit. Es sei deshalb unklar, ob das Geschäft wie geplant im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen werde.

JD.com hatte im vergangenen Sommer ein Übernahmeangebot abgegeben und sich wenige Monate später die Mehrheit der Ceconomy-Aktien gesichert. Frankreich und Italien haben laut Ceconomy grünes Licht für die Übernahme gegeben, aus Deutschland und Spanien erwarte man die Freigabe zeitnah.

In Österreich habe die zuständige Behörde jedoch Bedenken geäußert. Ceconomy hob hervor, bereits klare Zusagen zu Standorten, Arbeitsplätzen, Datenschutz und zur Unabhängigkeit des Managements gemacht zu haben.

«Bisher versperrt sich die Behörde einer gemeinsamen Lösungsfindung», teilte der Konzern mit. Man arbeitete intensiv daran sicherzustellen, «dass das österreichische Geschäft Teil der Transaktion bleibt». (dpa)

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