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Samstag, Februar 28, 2026

Leibesvisitation bei Media Markt: Neue Vorwürfe

Die Kritik am Umgang des Retailers mit seinen Mitarbeitern reißt nicht ab: Jetzt gibt ein Angestellter neue Details bekannt. Er spricht von „erniedrigenden Vorgängen“.

In Österreich reißt die Kritik am Umgang des Retailers mit seinen Mitarbeitern nicht ab. Nachdem Vorwürfe öffentlich wurden, wonach die Beschäftigten der Filiale in Krems nicht nur Taschenkontrollen, sondern auch Leibesvisitationen unterzogen würden, hat jetzt ein Mitarbeiter gegenüber der österreichischen Krone seinem Ärger Luft gemacht: Nicht nur bei Media Markt in Krems werde das Personal „abgetatscht“. Bei den Mitarbeitern sei die Empörung angesichts der menschenunwürdigen Praktiken groß. Die Leibesvisitationen in der niederösterreichischen Filiale seien seiner Aussage nach keineswegs, wie von der Geschäftsführung dargestellt, „ein Einzelfall“. Es gebe viele Beispiele in Österreich. Die Überprüfungen der Mitarbeiter würden „wie am Flughafen“ ablaufen. Es heiße auch: „Hose runter“, kritisiert der Mann, der anonym bleiben möchte, weil er um seinen Job fürchte. Jeder Angestellte müsse sich für die Visitationen anstellen. Die Wartezeit eingerechnet, koste dies jeden Beschäftigten im Schnitt 20 bis 30 Minuten. Kontrolliert werde zwar nicht täglich, aber etwa zum Weihnachtsgeschäft mehrmals wöchentlich, ergänzt der Mitarbeiter, der sich mittlerweile auch an die Gewerkschaft gewandt hat.

Bei Media Markt ist man um Schadensbegrenzung bemüht. „Leibesvisitationen dürfen grundsätzlich nicht vorgenommen werden“, versicherte eine Sprecherin des Unternehmens. Es werde ein „klärendes Gespräch“ mit dem in Krems beauftragten Sicherheitsdienst geben, „die gegebenenfalls Konsequenzen haben werden.“ Ob die Vorwürfe im Detail stimmen oder nicht: Für den Retailer sind die Vorgänge in Österreich ein PR-Gau. So hat jetzt auch das Nachrichtenmagazin Focus über die Geschehnisse in der Kremser Filiale berichtet.

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