Google will eigene Stores eröffnen

Eigene Flagship-Stores liegen bei den großen ITK-Konzernen im Trend. Nach Apple, Microsoft und Samsung scheint jetzt auch Google mit Filialen starten zu wollen. Vor allem ein neues Produkt soll im Mittelpunkt stehen.

Noch vor Weihnachten soll Google in amerikanischen Städten eigene Geschäfte eröffnen, berichtet der zuverlässige Blog 9to5Google und beruft sich auf eine „äußerst verlässliche Quelle“. Demnach sollen in allen wichtigen Ballungsräumen des Landes Ladenlokale entstehen, in denen die potentiellen Kunden die Google-Produkte erst einmal ausprobieren können, bevor sie sie erwerben.

Neben einem Smartphone, zwei Tablets, dem Zubehör und einer induktiven Ladestatation, wird es in absehbarer Zukunft auch die auf Android-basierende Brille “Google Glasses” geben. Diese Produkte seien prädestiniert, um in Googles-Stores gezeigt zu werden. Und noch ein Argument spricht für eigene Flagship-Stores: Der Online-Konzern betreibt Shop-in-Shop-Lösungen bereits in den USA. In Geschäften von BestBuy stehen “Chrome Stores”, in denen Kunden die Chromebooks näher gebracht werden sollen. So sind eigene Google-Stores durchaus wahrscheinlich. 

Die großen ITK-Anbieter betreiben bereits eigene Geschäft für die Marken- und Produktpflege. Nicht nur Apple. Auch Microsoft verfügt in den USA bereits über 30 eigene „Retail Stores“ und erwägt Medienberichten zufolge die Ausweitung seiner Läden nach Europa. Der Software-Konzern habe bereits mit Immobilien-Besitzern in Großbritannien gesprochen. Im kommenden Jahr sei die Eröffnung mehrerer Geschäfte geplant. Zuvor solle allerdings die Entwicklung der amerikanischen Microsoft-Läden auf den Prüfstand gestellt werden, hieß es unter Berufung auf eine informierte Person (ChannelObserver berichtete). Samsung setzt in Europa auf eigene Flagship-Stores in London und Frankfurt. Der deutsche Store wird von der Firma Gomobile24 für Samsung verwaltet. Das Geschäft liegt im 7. Stock der Zeilgalerie, also direkt an der beliebten Shopping-Meile Frankfurts.

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen

Andreas Bortoli heuert bei Accompio an

Die Business Unit Accompio MidMarket baut das Führungsteam aus: Andreas Bortoli übernimmt die Position des Head of Sales.

KI findet seit Jahren schlummernde Software-Schwachstellen

Das neue KI-Modell des OpenAI-Rivalen Anthropic fand unter anderem eine 27 Jahre alte Sicherheitslücke in einem viel genutzten Betriebssystem. Jetzt wollen auch andere Unternehmen davon profitieren.

KI findet Schwachstellen – BSI erwartet weitreichende Folgen

Ein potenziell gefährliches KI-Modell spürt Software-Schwachstellen auf. BSI-Chefin Plattner sieht durch das Werkzeug aus den USA auch Fragen der nationalen Sicherheit in Deutschland berührt.