Windows XP wird doch länger unterstützt

Microsoft wird nun doch „ausgewählte“ Anti-Malware Software für XP länger aktualisieren. Das generelle Support-Ende werde dadurch aber nicht beeinflusst, so der Hersteller.

Um Organisationen beim Migrationsprozess von Windows XP auf ein neueres Betriebssystem zu unterstützen, wird Microsoft nun doch „ausgewählte“ Anti-Malware Software für Unternehmen und Konsumenten bis zum 14. Juli 2015 aktualisieren. Das Support-Ende von Windows XP am 8. April 2014 werde damit nicht beeinflusst, es bliebe bestehen: Windows XP-Nutzer würden ab dem 8. April 2014 keine neuen Sicherheitsupdates, Hotfixes sowie technische Updates mehr erhalten. Folgende Anti-Malware Software für Windows XP wird noch bis zum 14. Juli 2015 aktualisiert: System Center Endpoint Protection, Forefront Client Security, Forefront Endpoint Protection und Windows Intune. Konsumenten erhalten für Microsoft Security Essentials bis zu diesem Zeitpunkt weiterhin Updates.

„Mit der verlängerten Auslieferung von Signaturen werden wir einigen Kunden, die für den Migrationsprozess mehr Zeit benötigen, zumindest einen Teilschutz liefern“, so Michael Kranawetter, Chief Security Advisor bei Microsoft Deutschland. „Klar ist aber auch: Die längere Unterstützung von selektierten Anti-Malware Tools hat keinen Einfluss auf den auslaufenden Support, Windows XP wird damit auch nicht sicherer. Für die noch verbleibenden Windows XP Systeme empfehlen wir nach wie vor ein zügiges Update“. Die Verlängerung ausgewählter Anti-Malware Tools bedeute also keine erhöhte Sicherheit, versichert der Konzern. Windows XP sei weiterhin das unsicherste aller Microsoft Betriebssysteme und dabei sechs Mal anfälliger für schädliche Software als Windows 8. Interne Studien zeigten zudem, dass die Effektivität von Anti-Malware Tools bei nicht mehr unterstützten Betriebssystemen limitiert ist. Der beste Schutz sei immer noch die Verwendung der modernsten und aktuellsten Software und Hardware.

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