Sicherer E-Mail-Versand ist die Ausnahme

Trotz der NSA-Affäre verschickt nur jeder siebte Berufstätigte verschlüsselte Nachrichten. Zwei Drittel der Beschäftigten verfügen nicht über die technischen Möglichkeiten dazu.

Rund ein Jahr nach den ersten Berichten über großflächige Abhörmaßnahmen von Geheimdiensten bleibt der verschlüsselte Versand von beruflichen E-Mails die große Ausnahme. Rund zwei Drittel der Berufstätigen (65 Prozent) können an ihrem Arbeitsplatz keine Verschlüsselung für die Nachrichten nutzen. Weitere 19 Prozent geben an, dass es zwar die technischen Voraussetzungen für E-Mail-Verschlüsselung gibt, sie diese aber grundsätzlich nicht einsetzen. Gerade einmal jeder Siebte (16 Prozent) verschlüsselt zumindest hin und wieder berufliche E-Mails, so das Ergebnis einer Bitkom- Befragung.

„In der Spähaffäre gibt es weiterhin großen politischen Aufklärungs- und Handlungsbedarf. Unabhängig davon sollten Unternehmen die bestehenden Möglichkeiten zum Schutz ihrer Daten wie E-Mail-Verschlüsselung umfassend nutzen“, so Bitkom-Sicherheitsexperte Marc Fliehe. „Der Schutz von Firmen- und Kundendaten ist dabei nicht nur wegen möglicher Ausspähungen durch Geheimdienste wichtig, sondern vor allem auch mit Blick auf Cyberkriminelle.“

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