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Dienstag, Februar 24, 2026

Bundesnetzagentur stoppt Verkauf von fast 23 Millionen Produkten

Die Bundesnetzagentur hat im vergangenen Jahr den Verkauf von fast 23 Millionen verbotenen Produkten gestoppt.

Die Bundesnetzagentur hat im vergangenen Jahr den Verkauf von fast 23 Millionen verbotenen Produkten gestoppt. Darunter waren allein 7,7 Funkkopfhörer, die unzulässigerweise auf Frequenzen arbeiteten, die für sicherheitsrelevante Dienste wie Polizei oder Feuerwehr reserviert sind, wie die Aufsichtsbehörde am Freitag mitteilte. Auch extrem billige Messgeräte und ferngesteuerte Flugdrohnen wurden millionenfach für den Verkauf gesperrt. Hier bemängelte die Netzagentur häufig fehlende CE-Kennzeichnungen oder das Fehlen von Kontaktdaten des Anbieters.

«Die Bundesnetzagentur geht konsequent gegen nicht konforme Produkte vor und verhindert, dass sie am deutschen Markt weiter angeboten werden», sagte der Präsident der Aufsichtsbehörde, Jochen Homann. Dadurch leiste die Bundesnetzagentur einen wichtigen Beitrag zum Verbraucherschutz.

Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der gesperrten Produkte um fast 2 Millionen. Der Löwenanteil der Sperrungen betraf den Onlinehandel. Hier ermittelte die Behörde insgesamt 1936 Produkte, die den europäischen Vorgaben nicht entsprachen. Sie wurden von den Plattformbetreibern gesperrt. Betroffen davon waren 21,4 Millionen einzelne Geräte. Online-Händler, die ihre Produkte in millionenfacher Stückzahl anbieten, stehen bereits seit Jahren besonders im Fokus der Ermittler, da sich bei vielen ihrer Produkte Sicherheitslücken auftun.

Aufgrund von Kontrollen im deutschen Einzelhandel erließ die Netzagentur 23 weitere Vertriebsverbote und forderte in weiteren 1095 Fällen zur Behebung von Mängeln auf. Häufig ging es um LED-Beleuchtungsmittel und Netzteile.

Der Zoll meldete im vergangenen Jahr rund 6500 verdächtige Warensendungen an die Bundesnetzagentur. In rund 91 Prozent der Fälle erfolgte keine Freigabe der Produkte für den deutschen Markt, weil eindeutige Mängel vorlagen. Insgesamt waren rund 320 000 Produkte betroffen. (dpa)

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