STMicroelectronics und Texas stützen Chipwerte

Im Kielwasser guter Resultate von STMicroelectronics und dem US-Konkurrenten Texas Instruments sind europäische Halbleiterwerte gefragt.

Im Kielwasser guter Resultate von STMicroelectronics und dem US-Konkurrenten Texas Instruments sind europäische Halbleiterwerte gefragt. Im Frankfurter Handel kamen Infineon am Donnerstag auf ein Plus von 2,8 Prozent, während die Aktien von STMicro in Paris um 3,8 Prozent anzogen. Elmos aus dem SDax legten 2,3 Prozent zu.

Texas Instruments machten im vorbörslichen New Yorker Handel gar mit einem Kurssprung um fast 9 Prozent auf sich aufmerksam. Laut Börsianern haben die Amerikaner die Erwartungen übertroffen und dabei mit ihrem Wachstum in fast allen Marktfeldern überzeugt. Für Infineon wichtig sei vor allem das Geschäft mit analogen Halbleitern, hieß es.

Gut kam auch an, was am Donnerstag von STMicroelectronics zu hören war. Das erste Quartal sei solide verlaufen, hieß es. Was den Ausblick auf das zweite Jahresviertel betrifft, wurde in ersten Stimmen zwar ein gemischtes Fazit gezogen. Analyst Jürgen Wagner vom Analysehaus Stifel hob aber besonders das Umsatzziel hervor, das besser als erwartet ausfalle.

Gemessen am Verhältnis von Auftragseingängen und verbuchten Umsätzen (Book-to-Bill Ratio) bestätigt STMicro einem Börsianer zufolge, dass eine Erholung in Segmenten wie etwa der Automobilindustrie im Gange sei. Auch Texas Instruments habe sich dazu ermutigend geäußert. „Die Zollunsicherheit ändert nichts an der Tatsache, dass wir uns am Tiefpunkt des Halbleiterzyklus befinden und die Lagerbestände in allen Märkten niedrig sind“, schrieb ein Marktteilnehmer.

„Wir sind davon überzeugt, dass sich der Automobil- und Industriechipsektor in der Anfangsphase einer zyklischen Erholung befindet“, betonte auch der Jefferies-Fachmann Janardan Menon. Ungeachtet konjunktureller Unsicherheiten sei eine Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte 2025 und im kommenden Jahr zu erwarten. (dpa)

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