Schwache Ergebnisentwicklung schickt Adesso auf Talfahrt

Eine überraschend schwache Ergebnisentwicklung im ersten Quartal hat am Montag die Aktien von Adesso schwer belastet.

Eine überraschend schwache Ergebnisentwicklung im ersten Quartal hat am Montag die Aktien von Adesso schwer belastet. Die Papiere des IT-Dienstleisters büßten im Vormittagshandel am Ende des SDax 6,6 Prozent auf 128 Euro ein. Bei 122,20 Euro waren sie zeitweise sogar auf den tiefsten Stand seit Mitte November gesackt. Der kleine Kursgewinn seit Jahresbeginn ist inzwischen auch Geschichte. Aktuell steht ein Minus von fast drei Prozent seit dem Jahreswechsel zu Buche.

Ein Händler monierte die schwache Ergebnisentwicklung, insbesondere angesichts des überraschend starken Umsatzes. Analyst Andreas Wolf von Warburg Research sah dies genauso. Er überarbeitete prompt seine Schätzungen und kappte sein Kursziel von 200 auf 195 Euro. Die Profitabilität habe im Auftaktquartal nicht mit dem Umsatzwachstum Schritt halten können, schrieb er.

Mit Blick auf die auch laut Wolf stark um 32 Prozent gestiegenen Erlöse schränkte der Warburg-Experte jedoch ein, dass der Anteil der Lizenzumsätze zugleich geringer ausgefallen sei als im starken ersten Quartal des Vorjahres. Das habe auf die Profitabilität gedrückt. Zudem sei diese auch durch Neueinstellungen beeinträchtigt worden. „Die Zahl der Mitarbeiter wuchs um 36 Prozent und damit noch schneller als der Umsatz“, hob der Analyst hervor. Die Personalkosten seien sogar noch deutlicher gestiegen, nämlich um 42 Prozent, was eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 3,4 Prozent widerspiegele.

Trotz des schwachen operativen Quartalsergebnisses habe das Management von Adesso allerdings die Jahresziele bestätigt und die positiven Aussichten für den Rest des Jahres hervorgehoben, schrieb Andreas Wolf weiter. Er bleibt insgesamt zuversichtlich für die Aktie, die er mit „Buy“ bewertet. Der Auftragsbestand sei auf Rekordniveau und Preisanhebungen dürften die Lohninflation abmildern. Außerdem dürfte sich der Krankenstand normalisieren und die Kapazitätsauslastung steigen. In der zweiten Jahreshälfte würden außerdem zusätzliche Umsätze mit Software-Lösungen für Versicherungsunternehmen erwartet. (dpa)

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