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Freitag, Februar 27, 2026

Oracle-Quartalszahlen vergraulen Anleger

Der Quartalsbericht von Oracle hat den Anlegern am Dienstag die Laune verdorben.

Der Quartalsbericht von Oracle hat den Anlegern am Dienstag die Laune verdorben. Nach der Kurserholung in den vergangenen Handelstagen sackte die Aktie des US-Softwarekonzerns am Dienstag im vorbörslichen US-Handel um 8,5 Prozent auf 174 US-Dollar ab. Allerdings war der Kurs im bisherigen Jahresverlauf um rund 80 Prozent nach oben geklettert und hatte am Montag im regulären Handel mit über 198 Dollar ein Rekordhoch erreicht.

Die Aktien des deutschen Oracle-Wettbewerbers SAP reagierten kaum auf die Nachrichten und notierten zuletzt 0,1 Prozent im Plus bei 240,75 Euro.

Oracle steigerte den Umsatz im zweiten Geschäftsquartal (per Ende November) dank der Cloudangebote und dem Geschäft mit Rechenleistungen um knapp neun Prozent. Die Cloud-Erlöse stiegen dabei um knapp ein Viertel. Das bereinigte Ergebnis je Aktie legte um zehn Prozent zu, was leicht weniger war als von Analysten erwartet.

Im laufenden Quartal soll der Konzernumsatz um etwa acht Prozent wachsen, die Cloud-Erlöse um rund 24 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 1,47 und 1,51 Dollar pro Aktie liegen. Auch bei diesen Kennziffern hatten die Analysten mehr auf ihren Zetteln.

Für Analyst Brent Thill vom Investmenthaus Jefferies hat der Softwarekonzern die hohen Erwartungen nicht erfüllt. Besser sehe der bestätigte Ausblick für das Geschäftsjahr aus. Für weitere Kursgewinne müssten der Auftragsbestand und das Wachstum bei den Cloud-Erlösen stärker anziehen, schrieb der Branchenkenner.

Mark Murphy von JPMorgan konstatierte, bei Oracle seien die Buchungen von Kunden zuletzt „weniger explosiv“ ausgefallen. Auch habe das Umsatzwachstum zum Vorquartal lediglich um einen Prozentpunkt zugelegt. Alles in allem wertete der Experte die Quartalsbilanz von Oracle als „verhalten“.

UBS-Analyst Karl Keirstead erklärte die massiven Einbußen der Oracle-Aktie derweil mit dem Hinweis, dass die aktuellen Zahlen eine positive Überraschung vermissen ließen.

Oracle kommt derzeit auf einen Börsenwert von rund 500 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: SAP bringt umgerechnet rund 300 Milliarden Dollar auf die Börsenwaage. Auf dem aktuellen Kursniveau zählt Oracle-Gründer und Großaktionär Larry Ellison mit einem Vermögen von rund 200 Milliarden Dollar zu den vermögendsten Menschen der Welt. (dpa)

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