Netzwerkausrüster Nokia startet besser als erwartet ins Jahr

Der Netzwerkausrüster Nokia hat im ersten Quartal von einer sehr hohen Nachfrage in der Infrastruktursparte profitiert.

Der Netzwerkausrüster Nokia hat im ersten Quartal von einer sehr hohen Nachfrage in der Infrastruktursparte profitiert. Schleppender verlief dagegen das Geschäft im Bereich Mobilfunk. Konzernweit legte der Umsatz um drei Prozent auf 5,1 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Donnerstag im finnischen Espoo bei Helsinki mitteilte. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn war mit 551 Millionen Euro fast fünf Mal so hoch wie vor einem Jahr. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen der Experten deutlich. Nokia-Chef Pekka Lundmark bestätigte die Prognosen für das laufende Jahr sowie die Mittelfristziele. Nokia hatte Mitte März den Abbau von bis zu 10 000 der derzeit rund 90 000 Arbeitsplätze angekündigt. Damit sollen die Kosten bis Ende 2023 um 600 Millionen Euro gesenkt werden.

Nokia war im Januar eines derjenigen Unternehmen, deren Aktien wegen Käufen durch Privatanleger, die sich über das Forum «WallStreetBets» auf der Online-Plattform Reddit organisierten, schlagartig in die Höhe getrieben wurden. Der Nokia-Kurs schnellte damals innerhalb weniger Tage um fast die Hälfte auf fast fünf Euro nach oben – inzwischen ist der Kurs auf 3,57 Euro gefallen. Damit notiert die im März aus dem EuroStoxx 50 geflogene Aktie aber immer noch rund 13 Prozent über dem Niveau von Ende 2020. (dpa)

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