Intel bekommt Huawei-Verkaufsstopp zu spüren

Das Verbot für die Lieferung auch älterer Chips an den chinesischen Huawei-Konzern schlägt beim Halbleiter-Riesen Intel spürbar auf das Geschäft durch.

Das Verbot für die Lieferung auch älterer Chips an den chinesischen Huawei-Konzern schlägt beim Halbleiter-Riesen Intel spürbar auf das Geschäft durch. Der Konzern beließ zwar die Spanne für die Umsatzprognose für das laufende Quartal offiziell bei 12,5 bis 13,5 Milliarden Dollar – schränkte aber zugleich ein, dass man mit Erlösen in der unteren Hälfte davon rechne. Intel gab am Mittwoch den Entzug von Exportlizenzen an einen Kunden in China an, ohne das Unternehmen beim Namen zu nennen. Allerdings war zuvor bereits bekanntgeworden, dass es sich dabei um Huawei handelt.

Die US-Regierung wirft Huawei Nähe zu chinesischen Behörden vor und sieht den Netzwerk-Ausrüster und Smartphone-Anbieter deshalb als Sicherheitsrisiko. US-Sanktionen verwehren Huawei schon seit einigen Jahren den Zugang zu modernen US-Technologien. Huawei-Smartphones spielen deshalb außerhalb Chinas auch kaum noch eine Rolle – während der Konzern einst die Nummer zwei im Markt hinter Samsung war.

Auch beim Chipkonzern Qualcomm wurden Ausfuhrlizenzen für Lieferungen an Huawei zurückgezogen. Qualcomm konnte dem chinesischen Konzern noch Modems für den 4G-Datenfunk liefern, aber nicht für die schnelleren 5G-Netze. Huawei versucht, die Chips durch chinesische Eigenentwicklungen zu ersetzen, und ist zumindest in China weiterhin stark im Smartphone-Markt präsent. (dpa)

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments

EU-Kommission prüft Übernahme von MediaMarkt/Saturn genauer

Europas größter Elektronik-Fachhändler soll den Eigentümer wechseln. Der chinesische Handelskonzern JD.com will sich MediaMarkt/Saturn sichern. Die EU-Kommission prüft wegen chinesischer Subventionen.

Samsung-Gewerkschaft nimmt Einigung auf Rekordboni an

Die Mitarbeiter der Halbleiterabteilung von Samsung bekommen Pro-Kopf-Boni in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro. Hintergrund sind Rekordgewinne des Elektronikriesen - und ein abgewendeter Streik.

Studie: KI bleibt oft im Testlauf stecken

Der Hype um Künstliche Intelligenz in der deutschen Wirtschaft ist groß. Doch der Schritt vom ersten Testlauf in den täglichen Arbeitsalltag gelingt einer Studie zufolge bislang noch relativ selten.
ANZEIGE
ANZEIGE