4.8 C
Flensburg
Mittwoch, Februar 25, 2026

Holpriger Start ins EU-freie Roaming bei Telefónica O2

Der Start in die neue sorgenfreie Welt des Telefonierens und Surfens in der EU ohne Zusatzkosten ist zum Teil mit Problemen angelaufen.

Der Start in die neue sorgenfreie Welt des Telefonierens und Surfens in der EU ohne Zusatzkosten ist zum Teil mit Problemen angelaufen. Drei Monate nach Inkrafttreten der neuen EU-Regelung sehen Verbraucherschützer immer noch Tücken bei der Umsetzung. Im Zentrum der Kritik steht vor allem der kundenstärkste Anbieter Telefónica O2. Einige Kunden müssten in bestimmten Tarifen die Umstellung per SMS selber aktivieren, moniert die Verbraucherzentrale Bundesverband. Das aber widerspreche der EU-Verordnung, Verbraucher würden in die Irre geführt. Mitte August habe der Verband deshalb Klage vor dem Münchner Landgericht eingereicht, sagte eine Verbandssprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Zu dem laufenden Verfahren wollte sich Telefónica nicht äußern, das Unternehmen verteidigte aber grundsätzlich sein Vorgehen. «Kein Kunde wird benachteiligt, der Wechsel ins neue EU-Roaming ist jederzeit kostenfrei möglich», beteuerte ein Firmensprecher.

Einige Kunden hätten in der Vergangenheit individuelle Roaming-Lösungen gebucht, zum Beispiel das «EU Roaming Flat»-Paket. Diese Nutzer sollten nun selber entscheiden können, ob ein Wechsel sinnvoll ist. Alle anderen wurden automatisch umgestellt. Es könnte von Vorteil sein, den alten Tarif beizubehalten, wenn man sich beispielsweise häufig in der Schweiz aufhalte, wo die EU-Verordnung nicht gelte, ergänzte der Sprecher.

Bei Vodafone und Deutscher Telekom lief die Umstellung dagegen glatt und ohne Kritik. Beide Unternehmen hatten allerdings viele ihrer Tarife bereits Monate vor der Abschaffung der EU-weiten Extragebühren für das Herumwandern (Roaming) durch fremde Netze der neuen Regelung angepasst. «Bei uns hat es kaum Änderungen gegeben», betonte ein Telekom-Sprecher. Es seien zu Beginn Fragen in der Kundschaft aufgetaucht, die Umstellung sei aber ohne Probleme vollzogen worden und gut bei den Kunden angekommen, hieß es auch bei Vodafone. (dpa)

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen

Intershop mit Verlust – Vertrag von Vorstandschef verlängert

Der neue Vorstandschef des Jenaer Softwareanbieters Intershop, Markus Dränert, steht auch für die kommenden drei Jahre an der Spitze des Unternehmens.

OpenAI-Chef: KI braucht dringend Regulierung

Seit langem wird vor Gefahren einer möglichen Super-KI gewarnt. Auch der CEO hinter ChatGPT, Sam Altman, sieht diese und bringt den Vorschlag einer internationalen Überwachung wieder ins Spiel.

Mobilfunkfirma O2 schwächelt – Verlust von 1&1 wiegt schwer

Lange konnte O2 auf eine Partnerschaft mit Wettbewerber 1&1 zählen. Die ist inzwischen aufgelöst, Einnahmen sind weggebrochen. Die Geschäftszahlen fallen mäßig aus. Nun soll es ein neuer Chef richten.
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE