Besucherzahl der Gamescom nähert sich ihrem Allzeit-Hoch

Ob Shooter oder Strategie-Game: Die Gamescom lud zum Probespielen, Hunderttausende kamen. Darunter waren einflussreiche Politiker, deren Besuch den steigenden Stellenwert der Branche verdeutlicht.

Die weltgrößte Computerspiel-Messe Gamescom hat in diesem Jahr deutlich mehr Besucher gehabt als in den vergangenen Jahren. Wie die Veranstalter mitteilten, kamen bis zum letzten Messetag am Sonntag rund 368.000 Menschen und damit 11.000 mehr als 2025 und 33.000 mehr als 2024. Der Höchstwert von 373.000 Besuchern aus dem Jahr 2019 wurde in diesem Jahr allerdings nicht erreicht, er ist aber in Reichweite. Die nächste Gamescom ist Ende August 2027 geplant.

Bei der Messe konnten neue Games zur Probe gespielt werden, die Warteschlangen dafür waren mitunter sehr lang. Viele Fans nahmen das in Kauf.

Groß war erneut die digitale Reichweite – weltweit verzeichneten die Gamescom-Formate 624 Millionen Aufrufe (Views) und damit etwa gleich viele wie zuvor. Die Anzahl der Aussteller übertraf mit 1743 den Vorjahreswert von 1568 deutlich.

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Positives Fazit der Veranstalter

Die Veranstalter zeigten sich zufrieden mit den Zahlen. «Damit festigt die Gamescom ihre Position als größtes Event der Games-Welt», sagte der Geschäftsführer des Branchenverbandes Game, Felix Falk. «Gleichzeitig zeigte die einzigartige Atmosphäre und Begeisterung vor Ort, wie Games aus unterschiedlichsten Menschen eine starke kreative und vielfältige Gemeinschaft formen.»

Gaming ist ein Milliardengeschäft, das im Digitalzeitalter an Bedeutung gewinnt: Die visuellen Möglichkeiten werden besser, und immer mehr Menschen greifen zum Smartphone und zur Konsole oder setzen sich an den Desktop-PC, um Strategie-, Sport-, Rollen- oder Shooter-Games zu zocken.

Dass Gaming längst nicht mehr als reine Nischenbranche, sondern als innovativer Wirtschaftszweig mit viel Potenzial gewertet wird, verdeutlicht auch das gestiegene Interesse aus der Politik an der Branche: Als Gastredner kamen in diesem Jahr Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD), NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier – es war der erste Besuch eines deutschen Staatsoberhaupts bei der Gamescom. (dpa)

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