Arvato-Chef Achim Berg scheidet aus

Der ehemalige Microsoft-Chef und Vizepräsident des Bitkom, Achim Berg, scheidet bei Bertelsmann aus. Berg gibt den Chefposten bei Arvato mit sofortiger Wirkung auf.

Der Medienkonzern Bertelsmann und Vorstandsmitglied Achim Berg gehen getrennte Wege. Laut Mitteilung des Konzerns von Donnerstag verlässt der Manager das Unternehmen auf eigenen Wunsch und mit sofortiger Wirkung. Berg stand seit April 2013 an der Spitze des Tochterunternehmens Arvato. Der Vertrag des ehemaligen Microsoft-Managers lief noch bis 2016. Nachfolger an der Spitze von Arvato wird Fernando Carro. Der 50-Jährige war bislang für das Spanien- und Südamerikageschäft verantwortlich und wickelte das Buchclubgeschäft ab. Der Dienstleister Arvato ist mit einem Umsatz von 4,6 Milliarden Euro (2014) nach der RTL-Group mit 5,8 Milliarden Euro der zweitwichtigste Erlösbringer für Bertelsmann. Der Konzern vermeldete für 2014 einen Gesamtumsatz von 16,7 Milliarden Euro. Verbunden mit der Personalie ist auch eine Umstrukturierung. Konzernchef Thomas Rabe streicht bei Arvato die Vorstandsebene. Einige Bereiche werden in Zukunft von der Bertelsmann-Zentrale in Gütersloh mit bearbeitet. Betroffen sind rund 100 Mitarbeiter, die zum Konzern wechseln oder andere Aufgaben bei Arvato übernehmen.

Carro rückt als neuer Arvato-Geschäftsführer für Berg in den Bertelsmann-Vorstand. Weiterhin unbesetzt ist dort die Position des Finanzchefs. Die Arbeit wird aktuell von Thomas Rabe erledigt. Er kündigte für die zweite Jahreshälfte eine Lösung für die Nachfolge von Judith Hartmann an. Sie hatte Anfang 2015 das Unternehmen verlassen. «Ich bin betrübt, dass drei extern besetzte Positionen im Vorstand nicht funktioniert haben», sagte Thomas Rabe zum Abschied von Achim Berg. 2013 hatte Thomas Hesse den Bertelsmann-Vorstand verlassen. Er frage sich schon, so Rabe, warum externe es so schwer haben in Gütersloh. (dpa)

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