Der europäische Markt für Gaming-Hardware zeigt sich trotz eines insgesamt gemischten IT-Umfelds robust. Vor allem Gaming-Notebooks, Gaming-Mäuse und Gaming-Monitore entwickelten sich im Juni besser als der Gesamtmarkt, wie aus einer aktuellen Analyse des Marktforschungsunternehmens Context hervorgeht.
Gaming-Notebooks und Gaming-Mäuse lagen den Angaben zufolge den gesamten Juni über dem allgemeinen Marktindex und profitierten von der anhaltenden Nachfrage nach leistungsstarken mobilen Gaming-Systemen und hochwertigem Zubehör. Auch Gaming-Monitore schnitten in den meisten europäischen Märkten überdurchschnittlich ab. Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft mit Gaming-Monitoren. In Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Polen und Spanien lagen die Verkaufszahlen während eines Großteils des untersuchten Zeitraums auf oder über dem Niveau der Vorjahre. Context führt dies auf die anhaltende Investitionsbereitschaft von Gaming-Enthusiasten und E-Sport-Spielern zurück, die ihre Ausstattung aufrüsten.
Bei den Bildschirmgrößen verzeichneten vor allem 26,5- und 34-Zoll-Modelle eine überdurchschnittliche Nachfrage. Verbraucher entscheiden sich laut Context zunehmend für größere und leistungsfähigere Displays.
Uneinheitlicher fiel dagegen die Entwicklung bei Grafikkarten aus. Während die meisten europäischen Märkte unter den Vorjahreswerten blieben, hob sich Polen als einzige größere Region positiv ab und übertraf sowohl das Niveau von 2024 als auch von 2025. Dies verdeutliche die unterschiedlichen regionalen Upgrade-Zyklen und die variierende Nachfrage nach GPUs.
«Der europäische Gaming-Markt zeigt weiterhin eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit, wird aber zunehmend selektiver», sagte Evan Ntafas, Senior Analyst bei Context. Verbraucher seien weiterhin bereit, Geld für Produkte auszugeben, die das Spielerlebnis spürbar verbesserten – insbesondere für Premium-Peripherie und größere, hochwertige Monitore. Gaming-Notebooks entwickelten sich derzeit zwar gut, steigende Preise dürften jedoch dazu führen, dass Budgets verstärkt in Hardware fließen, die weniger von Komponentenengpässen betroffen seien. Bei Grafikkarten wiederum verlangsame sich der Austauschzyklus, da die aktuelle Generation inzwischen seit rund 18 Monaten auf dem Markt sei. Die Nachfrage falle zudem je nach Land sehr unterschiedlich aus.




