Server, PCs und Speichersysteme Made in Germany. Das Fujitsu-Werk in Augsburg entwickelt und produziert bis zu 21.000 Einheiten pro Tag. Das PC-Geschäft sei jetzt stabil.
Vera Schneevoigt, Chefin vom Fujitsu-Werk in AugsburgComputer, Speichersysteme und System-Boards in Deutschland fertigen, das scheitert an den Lohn- und Lohnnebenkosten, so ein häufiger Einwand. Doch am Fujitsu-Produktionsstandort in Augsburg werden Notebooks, Thin Clients, PCs, Server, Speichersysteme und System-Boards sowie Racks für den industriellen Einsatz entwickelt und produziert (siehe Bildstrecke). Und das sei durchaus profitabel, versichert Vera Schneevoigt, seit gut sechs Monaten als Executive Vice President, Product Supply Operations Service Platform, Chefin von etwa 1.500 Mitarbeitern.
Fujitsu hatte sogar schon einmal 1.700 Mitarbeiter in Augsburg beschäftigt. Als der PC-Absatz auf Talfahrt ging, habe man 2013 gegensteuern müssen. Jetzt aber sei das PC-Geschäft wieder stabil, freut sich Vera Schneevoigt, die stolz bilanziert: „Wir produzieren täglich bis zu 21.000 Einheiten, davon rund 12.000 Client Computing Devices, 950 Server/Storage Systeme, 50 Racks und 8.000 Systemboards. Wöchentlich werden im Schnitt etwa 2.500 neue Konfigurationen und Modifikation umgesetzt“.
Fujitsu-Haupteingang in Augsburg: Arbeitsplatz für etwa 1.500 Mitarbeiter, die in Deutschlands einziger PC-Fertigung täglich bis zu 21.000 Units produzieren
Foto: Fujitsu
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Fujitsu-Haupteingang in Augsburg: Arbeitsplatz für etwa 1.500 Mitarbeiter, die in Deutschlands einziger PC-Fertigung täglich bis zu 21.000 Units produzieren
Foto: Fujitsu
Und genau diese Vielfalt sei es, die zu der Feststellung berechtige, „Fujitsu ist die einzige verbliebene PC-Fertigung in Deutschland“. Selbst auf den Hinweis, dass es ja noch Firmen wie beispielsweise Bluechip, Tarox oder Wortmann gibt, die ebenfalls PCs als Eigenmarke fertigen, kontert sie: „Bei den wenigen Firmen, die mit ‚IT made in Germany‘ werben, handelt es sich in der Regel um reine Assemblierer.“ Schließlich würden diese Firmen die Komponenten ihrer IT-Systeme in anderen Ländern fertigen, meist in Fernost. Lediglich die Endmontage würde in Deutschland durchgeführt werden. Momentan, so die Fujitsu-Managerin weiter, gestatte die Europäische Union diesen Herstellern noch, ihre Systeme mit einem „Made in Germany“-Etikett zu versehen, da laut EU-Recht das Land als Herkunftsland gelte, in dem die letzte wesentliche Be- und Verarbeitung eines Produktes vorgenommen worden sei.
In Augsburg hingegen werden nicht nur PCs und Server gefertigt, sondern auch alle wesentlichen Komponenten entwickelt und produziert, also auch Motherboards. Daneben wird in dem Werk auch zu etwa 30 Prozent für Fremdfirmen geforscht und entwickelt. So finden dort unter anderem im Auftrag anderer Unternehmen spezialisierte Produkttests zum EMV- und Akkustik-Verhalten statt. Und: Man könne „höchstflexibel auf Sonderwünsche reagieren“. Die Produktionsprozesse ließen auch kleinste Stückzahlen „bis Losgröße 1“ zu. Dass der Markt dieses Konzept honoriere, zeige unter anderem die Umsatzentwicklung bei Arbeitsplatzrechnern. Der IT-Standort Deutschland, davon ist Vera Schneevoigt überzeugt, „hat allen Unkenrufen zum Trotz eine Zukunft“.
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