Deutscher PC-Markt: Massive Rückgänge bei allen Herstellern

Nach abgesetzten Stückzahlen mussten alle PC-Hersteller im vergangenen Jahr in Deutschland teils deutliche Rückgänge verbuchen. Besonders hart hat es einen IT-Anbieter getroffen.

Im Gesamtjahresvergleich mit 2014 schrumpfte der PC-Markt in Deutschland im vergangenen Jahr um 13,7 Prozent, so eine aktuelle Studie von Gartner. Ursachen seien unter anderem erfolgreiche Werbeaktionen für BING-Notebooks im Jahr 2014 und ein schwacher Euro in 2015 gewesen, so das Marktforschungsinstitut weiter. Nach abgesetzten Stückzahlen haben alle Hersteller im Jahresvergleich verloren. Besonders hart traf es HP (-36,2 %). Aber auch Acer (-25,9 %) und Lenovo (-12,9 Prozent) mussten zweistellige Rückgange verbuchen. Lenovo führt den Markt hier zu Lande an, dahinter folgen HP, Acer, Asus und Dell.

Etwas besser lief das vierte Quartal. Die Hersteller lieferten in diesem Zeitraum acht Prozent weniger PCs aus als im Vorjahreszeitraum. «Besonders schwach war die Nachfrage bei Privatkunden», erläutert Gartner-Analystin Meike Escherich. «Diese sank um zehn Prozent, während der PC-Markt im Geschäftskunden-Bereich nur vier Prozent einbüßte. Zu den Ursachen für den Rückgang gehörten hohe Lagerbestände von Windows 8 PCs und Lieferengpässe bei PCs mit der neuen Skylake-Architektur.» Nur die Nachfrage nach Windows 10 basierten 2in1 Hybrid Modellen sei um 10 Prozent angestiegen. Mit Acer und Asus konnten zwei PC-Hersteller ihre Stückzahlen im Vergleich zum vierten Quartal 2014 sogar steigern. Im Schlussquartal 2015 sei es den Herstellern unterm Strich aber gelungen, die PC-Lagerbestände auf ein akzeptables Niveau zu drücken, so das Fazit von Gartner.

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