Google entwickelte Chips für künstliche Intelligenz

Google lässt seine selbstlernenden Maschinen auf Chips aus eigener Entwicklung laufen. Bisher war nicht bekannt, dass Google auch eigene Chips entwirft.

Google lässt seine selbstlernenden Maschinen auf Chips aus eigener Entwicklung laufen. Die Systeme mit der Bezeichnung «Tensor Processing Unit» (TPU) würden seit über einem Jahr in Rechenzentren von Google eingesetzt, erklärte der Internet-Konzern am Rande der Entwicklerkonferenz Google I/O. Die Prozessoren hätten unter anderem die Software AlphaGo angetrieben, die im März einen der weltbesten Spieler im asiatischen Brettspiel Go schlug. Es galt bis dahin als zu komplex für Computer. Außerdem werden sie unter anderem für den Panorama Dienst Street View und Navigation eingesetzt. Die Chips seien speziell für die Aufgaben beim maschinellen Lernen angepasst und bräuchten deswegen weniger Transistoren pro Rechenoperation, erklärte Google in einem Blogeintrag. Dadurch könnten sie bei gleicher Leistung mehr Aktionen das herkömmliche Systeme durchführen.

Bisher war nicht bekannt, dass Google auch eigene Chips entwirft. Das könnte eine neue Wettbewerbslage für Spezial-Firmen aus der Halbleiter-Branche bedeuten. Unter anderem setzt der für seine Grafikkarten bekannte Anbieter Nvidia massiv darauf, dass seine Technologien in Computern für künstliche Intelligenz eingesetzt werden. Apple entwirft schon länger eigene Prozessoren für iPhones und iPads auf Basis von Technologien des Chipentwicklers ARM. (dpa)

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen

Leica bringt eigenes Smartphone weltweit auf den Markt

Vor rund 20 Jahren wäre Leica beinahe pleitegegangen, weil man den Trend zur Digitalisierung verpasst hatte. Inzwischen ist das Smartphone-Segment ein Hoffnungsträger des wiedererstarkten Herstellers.

Studie: Hacker legen Betrieb bei vielen Unternehmen lahm

Kürzlich legte eine Cyberattacke Auskunftssysteme der Deutschen Bahn lahm. Eine neue Studie zeigt: Das ist bei weitem kein Einzelfall.

GFT will 2026 nach Gewinnrückgang wieder zulegen

Der IT-Dienstleister und Softwareanbieter GFT Technologies hat das Jahr 2025 mit einem etwas geringeren Gewinnrückgang abgeschlossen als gedacht.
ANZEIGE
ANZEIGE