Gartner: 3D-Drucker werfen ethische Fragen auf

Aufgrund der schnellen Weiterentwicklung von 3D-Bioprintern werden Forderungen zur Einführung eines Verbots für den Einsatz im Human- und Nonhuman-Bereich laut, so Gartner.

Laut dem IT- Research und Beratungsunternehmen Gartner schreitet die Weiterentwicklung der Technologie des „3D-Bioprinting“, der medizinische Einsatz von 3D-Druckern, um lebendes Gewebe und Organe herzustellen, so schnell voran, dass dies bis 2016 zu einer große Diskussion zu ethischen Fragestellungen um den Einsatz von 3D-Bioprintern führen wird. Nach Gartner wird gleichzeitig die Herstellung von nicht lebendem Material wie Prothesen durch 3D-Drucker, sowie die wachsende Bevölkerungszahl in Anbetracht der unzureichenden Gesundheitsversorgung in den Schwellenländern zu einer Explosion der Nachfrage bis zum Jahr 2015 führen. „Diese Initiativen sind sicherlich gut gemeint. Es muss aber darüber diskutiert werden, welche Organisation die Produktion von Organen übernehmen könnte und wie die Qualität überprüft werden kann“, so Gartner-Analyst Pete Basiliere.

Auch Außerhalb des medizinischen Bereichs würde die neue Technologie zu tiefgreifenden Veränderungen führen und neue Geschäftsmodelle entstehen lassen, so Gartner weiter. Die steigenden Möglichkeiten durch 3D-Drucker würden beispielsweise den Einzelhandel verändern und stellten darüber hinaus eine Bedrohung für das geistige Eigentum dar. „Erste Retailer verkaufen bereits 3D-Drucker an Consumer. Diese können dadurch selbst designte Produkte herstellen. Wir erwarten zahlreiche 3D-Copy-Studios, in die Kunden ihre 3D-Modelle bringen und dann Produkte nicht nur aus Plastik, sondern auch aus Keramik, Stahl oder Titan erhalten“, so Gartner weiter. 

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