Xerox kauft Lexmark

Der Kopiergeräte-Pionier Xerox geriet zuletzt unter Druck. Das Unternehmen will mit dem Kauf von Lexmark für Wachstum sorgen. Der Druck-Spezialist kommt damit wieder unter amerikanische Kontrolle.

Zwei der bekanntesten Namen im Geschäft mit Druckern und Kopierern kommen künftig aus einem Haus: Xerox übernimmt in einem Milliarden-Deal Lexmark. Der Druck-Spezialist aus dem US-Bundesstaat Kentucky war zuletzt im Besitz asiatischer Investoren. Lexmark wird dabei nach Mitteilung der Unternehmen inklusive Schulden mit 1,5 Milliarden Dollar (1,44 Mrd. Euro) bewertet.

Xerox war über Jahrzehnte vor allem als Anbieter von Kopiergeräten bekannt, will sich aber verstärkt als Anbieter digitaler Druck-Lösungen etablieren. Die Xerox-Aktie geriet zuletzt unter Druck, da die Geräte-Verkäufe unter den Erwartungen lagen. Lexmark wurde Anfang der 90er Jahre vom Computer-Pionier IBM abgespalten. 2016 übernahmen chinesische Investoren die Firma für gut 2,5 Milliarden Dollar.

Xerox-Chef Steve Bandrowczak sagte dem «Wall Street Journal», der Kauf von Lexmark soll das Wachstum trotz des aktuellen Gegenwinds in der Branche ankurbeln. Unter anderem könnte Xerox von der Stärke der Marke in asiatischen Märkten profitieren. (dpa)

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen

Patentamt: Deutschland holt in Digitaltechnik auf

Ob Auto oder Pharma: Jahrzehnte war die deutsche Industrie technisch vorn. In der Digitaltechnik liegt Europa hinter den USA und Ostasien. Doch heimische Firmen verstärken ihre Entwicklungsarbeit.

Smartphones: Samsung und Apple wachsen trotz Markt-Rückgang

Im ersten Quartal 2026 sind die weltweiten Smartphone-Auslieferungen laut vorläufigen Daten des Marktforschungsunternehmens IDC um 4,1 Prozent im Jahresvergleich gesunken.

Dank KI-Boom: Chiphersteller TSMC steigert Gewinn überraschend stark

Der taiwanesische Chiphersteller TSMC hat im ersten Quartal dank des anhaltenden KI-Booms deutlich mehr verdient.