Wildberger will KI-Umsätze in Deutschland besteuern

Microsoft-Gründer Bill Gates fordert schon länger, Roboter und KI zu besteuern. Der deutsche Digitalminister hat ähnliche Vorstellungen.

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) plädiert dafür, die Umsätze mit Künstlicher Intelligenz in Deutschland zu besteuern. Mit dem Geld sollte aus seiner Sicht der Umbau des Arbeitsmarkts bezahlt werden. «Den extrem hohen Umsatz mit dieser Technologie müssen wir besteuern, und mit dem Geld können wir den Umbau finanzieren, das ist auch mein Ansatz», sagte Wildberger dem Tagesspiegel. «Wenn hierzulande Wachstum und Wertschöpfung entstehen, müssen hierzulande auch Steuern gezahlt werden.»

Im Interview mit RTL/ntv schränkte Wildberger seine Aussagen später ein. «Ich will Wachstum durch KI und rede nicht über neue Steuern», sagte er. Zunächst müsse Deutschland die wirtschaftlichen Chancen der Technologie nutzen. «Mein Vorschlag ist: Lassen wir doch erst mal das Wachstum kommen», sagte der Minister. Eine spätere Besteuerung schloss er nicht aus.

Microsoft-Gründer Bill Gates fordert schon länger, Roboter und KI zu besteuern. Er will so den Anreiz verringern, Menschen durch Maschinen zu ersetzen. Gates befürchtet, dass Künstliche Intelligenz zu massiven Jobverlusten führen könnte.

Auch Wildberger rechnet damit, dass KI die Arbeitswelt grundlegend verändern wird. Langfristig entstehe zwar mehr Beschäftigung, aber in anderen Jobs als heute. Umschulungen und neue Tätigkeiten, etwa im Handwerk oder in der Pflege, müssten finanziert werden, so der Minister. Dafür brauche es Wachstum und Offenheit für andere Instrumente. (dpa)

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments

Chipwerte weltweit schwach – KI- und Wettbewerbssorgen

Im Zuge des weltweit deutlich unter Druck stehenden Halbeitersektors dürften am Dienstag auch in Frankfurt notierte Chipwerte nicht verschont werden.

Cisco-Studie: KI bietet Partnern neue Geschäftschancen

Eine aktuelle Cisco-Studie zeigt, dass deutsche IT-Partner Künstliche Intelligenz als wichtigen Wettbewerbsfaktor für ihre Kunden betrachten. Allerdings bleibt die wirtschaftliche Rendite vieler KI-Projekte hinter den Erwartungen zurück.

Also bleibt HPE-Distributor und erhält Zugriff auf Juniper-Portfolio

Also bleibt auch im neuen Distributionsmodell von Hewlett Packard Enterprise ein HPE-Distributor in Deutschland. Das Portfolio wird um zusätzliche Networking-Lösungen erweitert.