Weitere fünf Milliarden für Schuldigitalisierung

Die Schulen im Land sollen bis 2030 weitere fünf Milliarden Euro von Bund und Ländern für die Digitalisierung bekommen.

Die Schulen im Land sollen bis 2030 weitere fünf Milliarden Euro von Bund und Ländern für die Digitalisierung bekommen. Darauf einigten sich beide Seiten bei der Bildungsministerkonferenz in Berlin. Der sogenannte Digitalpakt 2.0 setzt auf den ersten Digitalpakt auf, der im Mai 2024 ausgelaufen war.

Dabei hatte sich der Bund, der eigentlich für die Schulen nicht zuständig ist, seit 2019 mit 6,5 Milliarden Euro beteiligt und 90 Prozent der Ausgaben für die Digitalisierung in den Schulen wie Laptops und digitale Tafeln getragen. Länder und Kommunen mussten zehn Prozent übernehmen.

Am Digitalpakt 2.0 sollen sich Bund und Länder mit je 2,5 Milliarden Euro hälftig beteiligen. Der Bundesanteil soll größtenteils aus dem sogenannten Sondervermögen für Infrastruktur kommen, einem schuldenfinanzierten Investitionsprogramm in Höhe von 500 Milliarden Euro.

Geld auch für Wartung und IT-Support

„Es ist nicht einfach nur eine Fortsetzung“, sagte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) und machte deutlich, dass das Geld nicht nur für technische Ausstattung oder Software gedacht ist, sondern auch für Fortbildung und Ausbildung, damit Lehrkräfte an Schulen digitale Technik auch sinnvoll einsetzen können. Die Finanzierung sieht zudem „verlässliche Wartungs- und Supportstrukturen“ vor, wie es in einer Mitteilung hieß.

„Der Digitalpakt trägt dazu bei, dass über eine gute Verzahnung von technischer Infrastruktur und pädagogischen Inhalten eine verantwortungsbewusste Medienbildung in unseren Schulen stattfinden kann“, sagte die saarländische Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot, Koordinatorin der SPD-geführten Bundesländer.

Die Vorsitzende der Bildungsministerkonferenz, Simone Oldenburg (Linke), betonte, dass die Mittelvergabe über das neue Programm weniger bürokratisch ablaufen solle: „Die Mittel sind schneller an den Schulen“, sagte die Bildungsministerin Mecklenburg-Vorpommerns. (dpa)

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