Patentstreit bei Fitness-Bändern: Jawbone verklagt Fitbit

Der Konkurrenzkampf im Markt für Fitness-Armbänder wird mit harten Bandagen geführt. Jawbone wirft dem Rivalen Fitbit Patentverletzungen vor und legt damit einem Börsengang Steine in den Weg.

Der Fitness-Spezialist Fitbit muss sich auf dem Weg an die Börse der Patentklage eines Konkurrenten stellen. Die Firma hinter den Fitness-Armbändern der Marke Jawbone wirft Fitbit die Verletzung von drei Patenten vor. Sie ließ sich unter anderem ein Verfahren für eine App schützen, die auf Informationen von einem Daten-Armband zugreift. Jawbone will ein Verkaufsverbot für Fitbit-Geräte und Schadenersatz. Fitbit wies die Vorwürfe zurück. Die Firma habe eigene Technologien entwickelt und halte selbst mehr als 200 Patente, hieß es in einer Stellungnahme im «Wall Street Journal». Es ist schon die zweite Klage des Jawbone-Besitzers AliphCom gegen Fitbit in zwei Wochen. In der ersten wurde Fitbit vorgeworfen, Mitarbeiter bei Jawbone abzuwerben, um an vertrauliche Informationen zu zukünftigen Produkten zu kommen.

Fitbit ist laut dem Marktforscher IDC der Spitzenreiter im Geschäft mit tragbaren Geräte wie Fitness-Armbänder oder Computeruhren mit einem Anteil von 34 Prozent. Jawbone lag in der IDC Rangliste auf Platz fünf mit einem Marktanteil von 5,5 Prozent. Fitbit ist profitabel und organisiert gerade einen Börsengang, der dem Unternehmen bis zu 358 Millionen Dollar einbringen soll. (dpa)

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