Analysten wie Context hatten bereits vor einer Verknappung zentraler IT-Komponenten in Europa gewarnt. Entsprechende Marktanalysen zeigen steigende Kosten für Speicher und Storage sowie absehbare Auswirkungen auf die PC-Systempreise. Auch LG geht mittlerweile davon aus, die Preise für seine Notebooks in absehbarer Zeit erhöhen zu müssen. «Geräte-Preiserhöhungen bis zu 30 Prozent könnten als Horrorszenarien eintreten. Und zwar schneller, als uns allen lieb ist», betont LG-Manager Frank Sander auf der LG-Convention in Frankfurt im Gespräch mit ChannelObserver. LG nutzt die Convention, um seine Produktpalette für den deutschen Markt zu präsentieren. Rund 1.000 Besucher aus Handel und Distribution nutzen die Messe auch für Order-Geschäfte.
LG ist zudem im Markt für Thin Clients aktiv. Hier prognostiziert der Hersteller moderatere Preiserhöhungen von bis zu 20 Prozent. Der Anbieter ist im Notebook-Bereich traditionell im höherpreisigen High-End-Bereich angesiedelt. Von 14- und 15-Zoll-Geräten will sich LG verabschieden und sich auf die größeren Varianten fokussieren. LG-Manager Sander verweist auf die vergleichsweise geringen Preisunterschiede. «Der B2B-Bereich hat generell angezogen, bei Thin Clients kommen wir auf einen hohen Umsatzanteil», führt Sander aus.
LG stellte auf der Convention die neueste Generation seiner Gram-Notebook-Serie vor. Das Line-up nutzt erstmals das von LG entwickelte Material «Aerominum». Die neuen Modelle verbinden ein geringes Gewicht mit verbesserter Widerstandsfähigkeit. Ausgestattet mit Dual-AI-Funktionen und erweiterten Konnektivitätsoptionen zu WebOS-Geräten, sollen sich die Laptops besonders für Nutzer eignen, die flexibel arbeiten möchten. Technologisch setzen die neuen Modelle auf eine hybride AI-Architektur. Sie unterstützen Microsoft Copilot+ und nutzen gleichzeitig die LG-eigene AI. Die neuen Modelle sollen ab Juni 2026 im Handel verfügbar sein.







