Der globale PC-Markt ist im dritten Quartal 2026 zum zweiten Mal in Folge geschrumpft. Nach Angaben von IDC gingen die Auslieferungen gegenüber dem Vorquartal um 9,1 Prozent zurück. Damit blieb die übliche saisonale Belebung aus. Im zweiten Quartal hatte das Minus gegenüber dem Vorjahr noch 3,8 Prozent betragen.
Eine wesentliche Ursache liegt in den vorgezogenen Bestellungen der Hersteller und Vertriebspartner. Diese hatten ihre Lagerbestände bereits in der ersten Jahreshälfte aufgestockt, um erwarteten Preissteigerungen infolge von Lieferengpässen zuvorzukommen. Im dritten Quartal konzentrierte sich der Handel deshalb auf den Abbau vorhandener Bestände.
Zusätzlich belasteten hohe Gerätepreise und eine verhaltene Nachfrage den Markt. Laut IDC stehen die Preissteigerungen unter anderem im Zusammenhang mit dem Ausbau von KI-Rechenzentren, der zu Engpässen und höheren Preisen bei Speicherkomponenten beiträgt.
Besonders deutlich traf der Rückgang die drei größten PC-Hersteller Lenovo, HP und Dell Technologies. Ihre Auslieferungen sanken stärker als der Gesamtmarkt. Zusammen verloren sie 4,2 Prozentpunkte Marktanteil. IDC vermutet, dass sich hier ebenfalls die vorgezogenen Bestellungen aus der ersten Jahreshälfte bemerkbar machten.
Für den Vertrieb könnten die hohen Lagerbestände kurzfristig zu verstärkten Rabattaktionen führen. IDC rechnet allerdings nicht mit einer Rückkehr zum Preisniveau des Vorjahres. Angesichts der sich verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sieht das Marktforschungsunternehmen zudem Risiken für die weitere Marktentwicklung bis ins Jahr 2027.




