EgoSecure: «Distributoren erbringen zu wenig Leistung»

Security-Spezialist EgoSecure hat sich im vergangenen Jahr von seinen Distributoren getrennt. Trotzdem konnte der Anbieter den Umsatz in der DACH-Region um 50 Prozent steigern.

EgoSecure, Spezialist für Endpoint-Security, gab im vergangenen Jahr den Vertrieb über Distributoren auf. Fast 50 Prozent konnte der Anbieter den Umsatz im Geschäftsjahr 2015 in der DACH-Region steigern. «Diese Steigerung ist uns ohne die Distribution gelungen», betont Sergej Schlotthauer, CEO von EgoSecure. Die Leistungen der Distributoren für die Hersteller seien weniger geworden, das höre man häufiger, so Schlotthauer weiter. «Ich erwarte von einem Distributor, dass er neue Partner für den Hersteller anspricht. Das passiert aber kaum», kritisiert der EgoSecure-Chef. Der Hersteller lege nach wie vor großen Wert auf den indirekten Vertrieb, betreue die Partner aber jetzt direkt. Das Unternehmen vermarktet seine Security-Produkte über 112 bestellende Partner in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Anteil des indirekten Vertriebs liege bei rund 50 Prozent. Es gibt derzeit zwei Partnerstufen, die aber nicht an den Umsatz, sondern an die Ausbildung gekoppelt sind. «Partner, die Zeit und Geld investieren, werden entsprechend belohnt», so Schlotthauer. Der Fokus von EgoSecure liegt auf Mittelstand und Großkunden. Dazu zählen beispielsweise die Bereiche Automotive, Banken oder Versicherungen. «Partner sollten über Security nachdenken, das ist ein Thema, das sich mittlerweile sehr gut vermarkten lässt.»

Auf der CeBIT stellte EgoSecure ein neues Major-Release vor. Data Protection 11 bietet zahlreiche Optimierungen, aber auch viele neue Funktionen. Die neue Funktion Inventory liefert den Administratoren wichtige Informationen über den Zustand von Hardware oder Festplatten. Eine weitere Neuerung, die speziell auf Kundenanforderungen abzielt, ist die prozessbasierte Verschlüsselung. Dadurch besteht die Möglichkeit, zentral vorzugeben, mit welcher Verschlüsselungsart der EgoSecure-Agent verschlüsseln soll, wenn ein bestimmter Prozess den Dateitransfer startet.

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen

KI-Agenten im Einkauf sorgen für Skepsis

Künstliche Intelligenz wird in den nächsten Jahren zunehmend komplexe Aufgaben übernehmen können, auch beim Einkauf. Eine Mehrheit will noch überzeugt werden, dass das nützlich ist.

Suse holt zwei Branchenexperten an Bord

Open-Source-Spezialist Suse hat mit Nicholas Dimotakis und Astor Carlberg zwei Branchenexperten für das Unternehmen gewinnen können.

Echoortung: Vodafone testet Fledermaus-Fähigkeiten im Netz

Das Handynetz als Radarsystem, um Menschen und Dinge zu erkennen: Was nach einer abstrusen Idee klingt, dürfte in einigen Jahren Wirklichkeit werden. Vodafone berichtet schon jetzt Vielversprechendes.
ANZEIGE
ANZEIGE