Cloud-Geschäft soll SAP weiter antreiben

SAP meldet einen mehr als doppelt so hohen Nettogewinn wie im Vorjahr. Wie Cloudsoftware trotz getrübter Aussichten den Konzern weiter antreibt - und warum ihn der Dollar bremste.

Immer mehr Nutzer haben Software nicht mehr auf dem eigenen Rechner, sondern nutzen sie über das Internet – in der sogenannten Cloud. Cloudsoftware ist auch bei Europas größtem Anbieter SAP der Wachstumstreiber. Gegen Ende des vergangenen Jahres konnte der Walldorfer Softwarehersteller jedoch nicht so viele Verträge für Cloudsoftware abschließen wie erhofft. Auch 2026 wird das Wachstum des Vertragsbestands auf Sicht der kommenden zwölf Monate im Vergleich mit dem Vorjahr zurückgehen.

Trotz der aktuell trüben Aussichten will SAP-Chef Christian Klein im neuen Jahr das Umsatzwachstum weiter beschleunigen und erneut profitabler werden. Der Produktumsatz mit Cloudsoftware und herkömmlichen Lizenzen soll 2026 währungsbereinigt um 12 bis 13 Prozent zulegen, die Cloudsoftware zur Nutzung über das Netz allein um 23 bis 25 Prozent, wie das Dax-Schwergewicht mitteilte.

2025 stieg der Erlös des Konzerns dank des starken Zuwachses bei Cloudsoftware insgesamt um acht Prozent auf 36,8 Milliarden Euro, der schwache Dollar bremste dabei erheblich und kostete beim Umsatzanstieg drei Prozentpunkte. Das bereinigte operative Ergebnis legte unter anderem wegen Einsparungen durch einen großen Personalumbau um 28 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro zu und fiel damit etwas besser aus als von Experten geschätzt.

Unter dem Strich wuchs der Nettogewinn auf 7,5 Milliarden Euro, das war mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Im Vorjahr hatten Stellenstreichungen mit Milliardenkosten belastet. (dpa)

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