Cisco schraubt Erwartung an Geschäft mit Hyperscalern kräftig nach oben

Der Netzwerk-Ausrüster Cisco rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem erheblich besseren Geschäft mit sogenannten Hyperscalern als zuvor.

Der Netzwerk-Ausrüster Cisco rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem erheblich besseren Geschäft mit sogenannten Hyperscalern als zuvor. Große Cloudanbieter dürften Aufträge über neun Milliarden US-Dollar platzieren, teilte das Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. Bisher war Cisco nur von etwas mehr als der Hälfte ausgegangen. Der Gewinn aus diesem Geschäft soll statt drei nun bei vier Milliarden Dollar liegen

Der Konzern hob zudem seine Jahresprognosen an. So soll der Umsatz bei 62,8 bis 63,0 Milliarden liegen nach 61,2 bis 61,7 Milliarden Dollar zuvor. Das Ziel für den bereinigten Gewinn je Aktie liegt nun bei 4,27 bis 4,29 Dollar (zuvor 4,13-4,17). Die neuen Prognosen liegen über den bisherigen Erwartungen von Analysten.

Auch im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal übertraf Cisco die Vorhersagen der Experten. Der Umsatz legte um 12 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf einen Rekordwert von 15,8 Milliarden Dollar zu. Der Gewinn sprang unter dem Strich um gut ein Drittel auf 3,4 Milliarden Dollar nach oben.

Cisco kündigte zudem ein Restrukturierungsprogramm an. Dieses wird den Angaben zufolge insgesamt zu einer Vorsteuerbelastung von einer Milliarde Dollar führen. Im Rahmen des Programms sollen im laufenden Geschäftsquartal mehr als 4.000 Arbeitsplätze gestrichen werden, das entspricht weniger als fünf Prozent der Beschäftigten. Der Plan ermögliche Investitionen unter anderem in Künstliche Intelligenz, hieß es.

Anleger zeigten sich begeistert. Die Cisco-Aktie sprang im nachbörslichen US-Handel in einer ersten Reaktion um 14 Prozent nach oben. Seit Jahresbeginn hat der Titel bereits um ein Drittel zugelegt. (dpa)

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