Chipspezialist SK Hynix mit Rekordumsatz im Quartal

Der südkoreanische Chipspezialist SK Hynix hat trotz geopolitischer Spannungen und harter Corona-Maßnahmen in China im zweiten Quartal 2022 einen Rekordumsatz verzeichnet.

Der südkoreanische Chipspezialist SK Hynix hat trotz geopolitischer Spannungen und harter Corona-Maßnahmen in China im zweiten Quartal 2022 einen Rekordumsatz verzeichnet. Der zweitgrößte Hersteller von Speicherchips profitierte dabei wie der Marktführer Samsung, der ebenfalls seinen Hauptsitz in Südkorea hat, von der starken Nachfrage und günstigen Währungseinflüssen. Der Umsatz sei im Jahresvergleich um 34 Prozent auf 13,81 Billionen Won (10,4 Milliarden Euro) gestiegen, teilte SK Hynix am Mittwoch mit. Der Überschuss legte demnach um 45 Prozent auf 2,88 Billionen Won zu.

Zwar fielen den Angaben zufolge die Preise für Dram-Speicherchips in dem Quartal, doch erhöhten sich die Preise für Nand-Flash-Speicher. Herkömmliche Dram-Chips werden vor allem für PC-Arbeitsspeicher und Server, Nand-Speicher etwa für Smartphones und Tablet-Computer verwendet. Der Wertanstieg des Dollar sowie der Umsatz bei der US-Tochter Solidigm hätten sich ebenfalls positiv auf das Ergebnis ausgewirkt. Die Südkoreaner hatten im Dezember die erste Phase der Übernahme der Flash-Speichersparte des Chipriesen Intel aus den USA abgeschlossen.

Das Geschäft sei trotz eines schwierigen Umfelds einschließlich der weltweiten Inflation, des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine sowie der Covid-19-Lockdowns in einigen Regionen Chinas äußerst günstig verlaufen, hieß es. SK Hynix erwartet jedoch, dass sich die Speicher-Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte abschwächen wird. Grund dafür sei, dass die Auslieferungen von PCs und Smartphones wahrscheinlich niedriger ausfallen würden als ursprünglich vorausgesagt. (dpa)

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