AMD enttäuscht mit Prognose

Der Halbleiterhersteller AMD rechnet wegen der hohen Chipnachfrage im Zuge des KI-Booms weiter mit einem starken Wachstum.

Der Halbleiterhersteller AMD rechnet wegen der hohen Chipnachfrage im Zuge des KI-Booms weiter mit einem starken Wachstum. Allerdings dürfte das Tempo etwas nachlassen. Zudem hatten sich einige Analysten noch optimistischere Aussagen der AMD-Chefin Lisa Su, vor allem mit Blick auf die KI-Aussichten, erhofft. Die in diesem Jahr stark gestiegene Aktie rutschte nachbörslich ab.

Im zweiten Quartal zog der Umsatz um rund die Hälfte auf 11,5 Milliarden US-Dollar an, wie das Unternehmen am Dienstagabend in Santa Clara mitteilte. Der operative Gewinn habe etwas mehr als drei Milliarden Dollar betragen – nach 897 Millionen vor einem Jahr.

Im laufenden dritten Quartal rechnet AMD mit einem Anstieg des Umsatzes auf 12,7 bis 13,3 Milliarden Dollar. Beim Mittelwert der Spanne wäre dies ein Anstieg im Jahresvergleich um rund 41 Prozent beziehungsweise 13 Prozent mehr als im Vorquartal.

Zudem soll die Bruttomarge im Quartalsvergleich bei 56 Prozent stagnieren. An der Börse sorgte die Prognose für Ernüchterung. Die AMD-Aktie fiel nachbörslich um acht Prozent auf 477 Dollar. Damit könnte das Papier die jüngste Konsolidierung vom Rekordhoch fortsetzen.

Von Ende März bis Ende Juni hatte sich der Kurs fast verdreifacht und ein Rekordhoch von knapp 585 Dollar erreicht. Seitdem sorgten Gewinnmitnahmen für einen leichten Rückgang. Dennoch belief sich das Jahresplus bis zum Schluss am Dienstag auf etwas mehr als 140 Prozent.

Die AMD-Aktie ist damit seit Ende 2025 einer der größten Gewinner im Nasdaq 100. Der Börsenwert kletterte – gemessen am Schlusskurs vom Dienstag – auf knapp 850 Milliarden Dollar. Ende Juni hatte AMD bei der Marktkapitalisierung sogar an der Billionen-Marke gekratzt. (dpa)

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