Adobe auf Chefsuche

Beim US-Softwarekonzern Adobe steht nach vielen Jahren ein Chefwechsel an. Shantanu Narayen werde zurücktreten, sobald ein Nachfolger gefunden ist, teilte der Hersteller mit.

Beim US-Softwarekonzern Adobe steht nach vielen Jahren ein Chefwechsel an. Shantanu Narayen werde zurücktreten, sobald ein Nachfolger gefunden ist, teilte der Anbieter von Kreativsoftware etwa zur Video- und Fotobearbeitung am Donnerstag nachbörslich im Zuge der Veröffentlichung der Resultate des ersten Geschäftsquartals mit. Der Manager werde aber Verwaltungsratsvorsitzender bleiben. Narayen kam bereits 1998 zur Adobe und führt das Unternehmen seit Dezember 2007. Derweil lief es für das Unternehmen zum Start ins Geschäftsjahr besser als von Analysten erwartet. Der Aktienkurs geriet im nachbörslichen US-Handel allerdings unter Druck.

Adobe steigerte den Umsatz in den drei Monaten bis zum 27. Februar im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf 6,40 Milliarden US-Dollar (knapp 5,6 Mrd Euro). Der von Analysten stark beachtete um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie schnellte um fast ein Fünftel auf 6,06 Dollar nach oben. Der Nettogewinn legte alles in allem um gut 4 Prozent auf 1,89 Milliarden Dollar zu.

Für das laufende zweite Geschäftsquartal peilt Narayen Erlöse von 6,43 bis 6,48 Milliarden Dollar an, sowie ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 5,80 bis 5,85 Dollar. Damit ist auch der Ausblick besser als von Analysten erwartet.

Der Adobe-Aktienkurs sank im nachbörslichen US-Handel indes um rund sieben Prozent auf etwa 250 Dollar. Im Hauptgeschäft würde sich der Verlust im noch jungen Jahr 2026 damit auf fast 30 Prozent vergrößern.

Der Anbieter von Adobe Photoshop gehört zu den Software-Unternehmen, bei denen Investoren sich wegen der Konkurrenz durch neue KI-Anbieter sorgen. Allerdings integriert Adobe ebenfalls KI in seine Kreativ- und Marketing-Software und bietet auch KI-Modelle an, die Bilder ohne Urheberrechtsrisiken generieren sollen, um seinen dominierenden Marktanteil zu verteidigen. (dpa)

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