US-Gericht erlaubt Besteuerung von Onlinehändlern

Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA können Bundesstaaten künftig Onlinehändler ohne Filialgeschäft besteuern.

Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA können Bundesstaaten künftig Onlinehändler ohne Filialgeschäft besteuern. Der Supreme Court hob am Donnerstag ein Urteil aus dem Jahr 1992 auf. Dieses hatte es den Staaten untersagt, Umsatzsteuer von Unternehmen einzusammeln, die keine physische Präsenz in dem jeweiligen Staat haben. Dazu zählen das Filialgeschäft, aber auch Lagerinfrastruktur oder Büros. Die klassischen US-Einzelhändler beklagten schon seit langem Nachteile durch diese Praxis. Der Branchenverband NRF begrüßte die Gerichtsentscheidung – man habe zwei Jahrzehnte auf diesen Tag gewartet, hieß es in einem Statement. Mehrere Staaten hatten den Obersten Gerichtshof aufgefordert, das Urteil aus dem Jahr 1992 aufzuheben.

Die Entscheidung am Supreme Court fiel 5 zu 4 aus. Bemerkenswert ist, dass die liberale Richterin Ruth Bader Ginsburg gemeinsam mit Richtern aus dem konservativen Block des Gerichts für eine Aufhebung des alten Urteils stimmte. (dpa)

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen

Suse holt zwei Branchenexperten an Bord

Open-Source-Spezialist Suse hat mit Nicholas Dimotakis und Astor Carlberg zwei Branchenexperten für das Unternehmen gewinnen können.

Echoortung: Vodafone testet Fledermaus-Fähigkeiten im Netz

Das Handynetz als Radarsystem, um Menschen und Dinge zu erkennen: Was nach einer abstrusen Idee klingt, dürfte in einigen Jahren Wirklichkeit werden. Vodafone berichtet schon jetzt Vielversprechendes.

Schwarz Digits will Europas Cloud-Riese werden

Nicht nur Lebensmittelhandel, sondern jetzt auch digitale Souveränität made in Europe: Auf ihrem neuen Geschäftsfeld hat sich die Digitalsparte der Schwarz Gruppe hohe Ziele gesteckt.
ANZEIGE
ANZEIGE