Rocket Internet rechnet mit mehr Insolvenzen bei seinen Start-ups

Die weltweiten wirtschaftlichen Turbulenzen dürften in diesem Jahr auch das Beteiligungsnetzwerk des Berliner Start-up-Investors Rocket Internet treffen.

Die weltweiten wirtschaftlichen Turbulenzen dürften in diesem Jahr auch das Beteiligungsnetzwerk des Berliner Start-up-Investors Rocket Internet treffen. Man erwarte eine höhere Insolvenzquote als in den Vorjahren, teilte Vorstandschef Oliver Samwer am Donnerstag den Aktionären mit. Aus seiner Sicht werden bei vielen Beteiligungen die Umsätze langsamer steigen oder sogar sinken. «Allerdings haben wir Kapital zur Verfügung, um weiterhin attraktive Unternehmen und hervorragende Teams zu unterstützen», hob Samwer hervor. Viele erfolgreiche Unternehmen seien in Rezessionszeiten gegründet worden. Rocket Internet gründet und investiert in Internet- und Technologieunternehmen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen auch begonnen, Immobilien zu kaufen. Nach Samwers Angaben hat Rocket 2,1 Milliarden Euro in der Kasse, die für Investitionen bereitstehen.

Mehrere wichtige Beteiligungen drehten im Schlussquartal 2019 im operativen Geschäft ins Plus, teilte Rocket mit, darunter die Modehändler-Gruppe Global Fashion Group und der Möbelhändler Home24. Rocket selbst steigerte seinen Gewinn im vergangenen Jahr von 196 auf 280 Millionen Euro. Der Umsatz wuchs von 44,5 auf 67,3 Millionen Euro. (dpa)

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