AWS steigert Umsatz: Die Konkurrenz macht Druck

AWS steigerte im dritten Quartal die Einnahmen um 46 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar. Aber die Konkurrenz macht Druck.

Amazon kann weiter auf sein lukratives Cloud-Geschäft mit IT-Diensten und Speicherplatz im Internet bauen. Die Web-Plattform AWS, Amazons Ertragsperle, die Web-Services an Unternehmen verkauft und in diesem Bereich Marktführer ist, steigerte die Einnahmen im dritten Quartal um 46 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar. Aber die Konkurrenz macht Druck – Microsofts Rivale Azure schaffte im jüngsten Quartal ein Umsatzwachstum von 76 Prozent. Dritter großer Wettbewerber im umkämpften Markt ist Google.

Insgesamt schoss der Amazon-Gewinn in diesem Zeitraum im Jahresvergleich von 256 Millionen auf 2,9 Milliarden Dollar (2,6 Milliarden Euro) in die Höhe, wie der Konzern von Tech-Milliardär Jeff Bezos am Donnerstag nach US-Börsenschluss in Seattle (Bundesstaat Washington) mitteilte. Die Erlöse kletterten um 29 Prozent auf 56,6 Milliarden Dollar. Trotz des starken Wachstums reagierten Anleger enttäuscht und ließen die Aktie nachbörslich zunächst um über sechs Prozent sinken. Experten hatten mit einem höheren Umsatz gerechnet. Der Kurs war allerdings zuvor mehr als sieben Prozent fester aus dem US-Handel gegangen und steht auf Jahressicht massiv im Plus. Im September hatte Amazon sogar vorübergehend einen Börsenwert von mehr als einer Billion Dollar erreicht – als erstes US-Unternehmen nach Apple.

Der Onlinehandel-Riese konnte die Börsianer aber auch mit seinem Ausblick auf das vierte Quartal nicht überzeugen, das wegen des Weihnachtsgeschäfts traditionell besonders einträglich ist. Amazon stellte einen Umsatz zwischen 66,5 Milliarden und 72,5 Milliarden Dollar in Aussicht und blieb damit deutlich unter den Erwartungen der Wall-Street-Analysten. Zudem gab es im dritten Quartal einen starken Kostenanstieg um 22 Prozent auf 52,8 Milliarden Dollar und angesichts zahlreicher Investitionen dürften die Ausgaben hoch bleiben. (mit Material der dpa)

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