Radikale Einschnitte bei IDS Scheer Consulting

Das Beratungsunternehmen IDS Scheer Consulting muss in einem Schutzschirm-Verfahren restrukturiert werden. Hundert Beschäftigte verlieren ihren Job.

Vor genau einem halben Jahr hatte August-Wilhelm Scheer die IDS Scheer Consulting von der Software AG zurückgekauft. Der Software-Konzern gab zu diesem Zeitpunkt das Geschäft mit SAP-Consulting auf. Der Firmengründer war überzeugt, das Unternehmen „auf nachhaltige Profitabilität“ ausrichten zu können. Doch diese Hoffnungen haben sich zerschlagen. Die Firma muss in einem so genannten Schutzschirm-Verfahren restrukturiert werden. 100 der 400 Beschäftigten verlieren ihren Job, berichtet die Saarbrücker Zeitung. Insolvenzverwalter Franz Abel wird neben den bisherigen Chefs Josef Bommersbach und Rudolf Keul Geschäftsführer von IDS Scheer Consulting und ist damit für die Neuausrichtung zuständig.

Scheer selbst begründete diesen harten Sanierungsschritt mit der „katastrophalen Lage des Unternehmens“. Jeden Monat seien eine Million Euro Verlust aufgelaufen. Das Geld hätte nur noch bis November gereicht. Es sei kaum Neugeschäft akquiriert worden. Etliche Berater hätten ein Jahr kein Projekt gehabt. „Hochbezahlte Leute saßen bei vollen Bezügen zu Hause“, so der Firmengründer weiter. Im Jahr 2009 hatte die Software AG den Dienstleister IDS Scheer akquiriert. Das Geschäft lief aber nicht profitabel und wurde deswegen einige Jahre später an August-Wilhelm Scheer wieder verkauft. 

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