Aktien: Bechtle gefragt als Favorit von Kepler – Cancom auch begehrt

Anleger setzen angesichts der anstehenden Staatsinvestitionen in Deutschland derzeit auch auf die Aktien der IT-Dienstleister Bechtle und Cancom.

Anleger setzen angesichts der anstehenden Staatsinvestitionen in Deutschland derzeit auch auf die Aktien der IT-Dienstleister Bechtle und Cancom. Bechtle schafften am Vortag den Ausbruch auf ein Hoch seit eineinhalb Jahren und knüpften am Freitag mit einem Plus von 2,5 Prozent auf 44,40 Euro daran an. Eine im Juni 2024 entstandene Kurslücke wurde damit nun wieder geschlossen. Cancom erreichten mit bis zu 26,65 Euro knapp ein Hoch seit Ende Juli.

Das Analysehaus Kepler Cheuvreux bezeichnete Bechtle am Freitag in einer Branchenstudie als „Best Sector Pick“ unter den 27 beobachten Werten im europäischen IT-Dienstleistungssektor. Das Unternehmen habe zuletzt mit den Quartalszahlen Erleichterung geschaffen, indem es zurückgekehrt sei zum organischen Umsatzwachstum. Zur Begründung heißt es dort, Bechtle sei optimal positioniert, um von den steigenden öffentlichen Ausgaben und den 2026 wieder einsetzenden Investitionen kleinerer und mittelgroßer Unternehmen zu profitieren.

Neben Bechtle wurde von Kepler Cheuvreux auch die Kaufempfehlung für Cancom bestätigt. Auch der Bechtle-Konkurrent bleibe eine besonders aussichtsreiche Investitionsmöglichkeit im Bereich der öffentlichen IT-Ausgaben in Deutschland. Bei Cancom habe die Rückkehr zu einem positiven organischen Umsatzwachstum im dritten Quartal ebenfalls einen wichtigen Meilenstein für eine Investitionsentscheidung gelegt. All dies gehe einher mit konkreten Anzeichen einer steigenden Nachfrage im öffentlichen Sektor in Deutschland.

Die Bechtle-Aktie stand am 11. November mit 33,28 Euro noch an ihrem Tief seit April, hat seither aber ein Drittel an Wert zugelegt und das Jahresplus damit wieder auf 43 Prozent ausgedehnt. Cancom hat diesbezüglich noch etwas Aufholbedarf, da die Papiere in diesem Jahr bislang gut 15 Prozent gewonnen haben. Sie hatten noch im August auf einem Tief seit 2016 gestanden. (dpa)

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