„Ein Riesenmarkt für Systemhäuser“

Ingram Micro steigt über die neue BU „IM.NewEnergy“ in das LED-Geschäft ein. BU-Leiter Günter Schiessl geht von einem „Riesenmarkt“ aus, der IT-Fachhändlern und Systemhäusern große Chancen eröffne.

Ingram erweitert sein Value-Geschäft um das Thema Energieeffizienz. In diesem neuen Bereich kooperiert der Distributor mit mit der Ecobility GmbH. Das  Münchener Start-Up-Unternehmen, ein Spezialist für die Umrüstung konventioneller Beleuchtungsanlagen auf LED-Technologie, hat vor wenigen Tagen mit zwölf Mitarbeitern Räumlichkeiten bei Ingram Micro bezogen. Die neue Business Unit „IM.NewEnergy“ wird vom ehemaligen Tech Data-Manager Günter Schiessl geleitet, der auch künftig Geschäftsführer von Ecobility bleiben soll. Paul Holdschik wird sich Vertriebsthemen und der Partnergewinnung annehmen. „Bei diesem Thema handelt es sich nicht nur um ein Produkt-, sondern um ein Projektgeschäft“, betont Schiessl. Der Kunde müsste beim kompletten Projekt-Rollout unterstützt werden. Mit seiner Firma Ecobility hat Schiessl bereits erste Vertriebspartner identifiziert, doch über die Business Unit von Ingram Micro soll jetzt der breite Vertriebsstart erfolgen. „Gemeinsam werden wir Kunden identifizieren, für die eine Umrüstung in Frage kommt. Wir verknüpfen unsere Erfahrung im Endkunden-Bereich mit dem Distributions-Know-how der Ingram“, führt Schiessl aus. 

Der Manager verweist auf die großen Wachstumschancen im LED-Bereich: Bis zum Jahr 2016 wird ein ein Marktvolumen für LED-Lampen in Deutschland von 1,5  Milliarden Euro prognostiziert, so McKinsey. Der Markt befindet sich in einem Übergang von traditionellen Lichttechnologien zu LED-Beleuchtung. Industrie und Gewerbe in Deutschland sind zunehmend von Strompreissteigerungen betroffen. Somit steigt innerhalb der deutschen Wirtschaft der Bedarf an energieeffizienten Lichtlösungen. Im Bereich Gebäude- und Außenbeleuchtung ist erst eine Marktsättigung von fünf Prozent erreicht. „Da eröffnet sich ein Riesenmarkt. Und für den sind IT-Systemhäuser und -Fachhändler prädestiniert“, ist Schiessl überzeugt. Die Installation erfolgt über den Elektriker, den Systemhäusern obliegt es, das Projekt mit dem Kunden durchzurechnen, den Return-on-Invest aufzuzeigen und die Abwicklung federführend zu stemmen. „Wir wollen die IT-Reseller nicht zu Elektrikern ausbilden. Starkstrom bleibt die Angelegenheit der Fachleute“, betont der Ecobility-Chef. Interessierte Systemhäuser erhalten alle notwendigen Informationen über lichttechnische Fragen, Trainings und Unterstützung bei der Abwicklung der Projekte. „Die Margen für den reinen Produktverkauf liegen wohl auf dem Niveau von IT-Hardware. Deshalb ist das lukrative Projektgeschäft sehr interessant.“ 

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