Im April gab die niederländische Imtech bekannt, ihre gesamte europäische ICT-Divison verkaufen zu wollen. Dazu zählt auch der deutsche IT-Dienstleister Fritz & Macziol. Der Bereich steht für einen Umsatz von rund 740 Millionen Euro und soll möglichst in Gänze verkauft werden. Jetzt äußert sich Imtech erstmals zu den Fortschritten in dem Prozess: Der Verkauf der ICT-Division sei auf „einem guten Weg“, so der Konzern in einer Mitteilung. Das Ergebnis werde man voraussichtlich im dritten Quartal 2014 ankündigen. Die Veräußerung diene der Reduzierung von Schulden, so Imtech weiter. „Der geplante Verkauf hat keinerlei Auswirkungen auf das operative Geschäft. Die Geschäfte laufen gut, wir sind erfolgreich unterwegs“, betont Ulrich Hampe, Chief Marketing Officer von Fritz & Macziol gegenüber ChannelObserver. Der IT-Dienstleister hätte ein erfolgreiches erstes Halbjahr hinter sich. Die ICT-Division von Imech beschäftigt 2.380 Mitarbeiter und beliefert rund 7.000 Kunden unter anderem in den Niederlanden, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, UK und Schweden. Im Jahr 2006 übernahm Imtech die Anteile an dem deutschen IT-Dienstleister.

Die Zukunft von Fritz & Macziol in der Schweiz ist dagegen „höchst unklar“, wie inside-channels berichtet. Ein Imtech-Sprecher bestätigte dem Magazin, dass Fritz & Macziol Schweiz „restrukturiert“ worden sei und nun wesentlich weniger Mitarbeiter habe. Es sei möglich, dass die Firma „in Zukunft“ eingestellt werde, so der Sprecher, der keine Aussagen zu einem Zeitrahmen machen wollte. Die Niederlassung war vor vier Monaten mit einer scheinbaren Korruptionsaffäre beschäftigt, in deren Folge es auch zu einem Abbau von Arbeitsplätzen gekommen war. 

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