Lenovo will Marktführer bei Servern werden

Lenovo hat nach der Übernahme der x86-Sparte von IBM ambitionierte Ziele: Der Hersteller peilt die Markführerschaft bei Servern an.

Das Komitee für ausländische Investitionen (CFIUS) hat den Verkauf der x86-Sparte von IBM an Lenovo Mitte August genehmigt. Dem Deal steht somit nichts mehr im Wege. Und Lenovo hat bereits ehrgeizige Ziele im Server-Geschäft: Das Unternehmen will im Server-Markt die weltweite Nummer eins werden, wie der neue EMEA-Chef des Anbieters, Aymar de Lencquesaing, auf der IFA in Berlin ankündigte. „Das ist unser Ziel in allen Produktbereichen, also auch beim neuen Geschäft mit Servern“, so de Lencquesaing weiter. Zum Transaktionsgeschäft mit IBM könne man zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch keine weiteren Details nennen. „Noch handelt es sich um zwei getrennte Firmen, die Integration ist noch nicht angelaufen.“ Aymar de Lencquesaing verantwortet seit April die Geschäfte in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA). Der Manager wurde damit Nachfolger von Gianfranco Lanci, der die weltweite PC Business Group leitet.

Das Ziel von Lenovo ist durchaus als ambitioniert zu bezeichnen: In EMEA führt HP den Server-Markt mit einem Anteil von 37,9 Prozent an. Auf dem zweiten Platz folgt Dell mit einem Anteil von 21,7 Prozent. Auf dem dritten Platz liegt IBM mit einem Marktanteil von 9,56 Prozent, so aktuelle Zahlen von Gartner. Zum von Big Blue übernommenen x86-Geschäft gehören System x, BladeCenter, Flex System Blade Server, NeXtScale und iDataPlex-Server. Das Geschäft mit den größeren RISC-Servern („POWER“) und Mainframe-Großrechnern will IBM selbst weiterführen. 

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