Gartner: Konsolidierung des PC-Marktes setzt sich fort

Der deutsche PC-Markt hat im ersten Quartal laut Gartner seine Talfahrt fortgesetzt. Der Markt stehe vor größeren Schwierigkeiten als die Hersteller realisieren würden, so die Marktforscher.

Im ersten Quartal 2016 wurden laut einer Gartner-Untersuchung 2,53 Millionen PCs in Deutschland ausgeliefert, dies ist ein Rückgang von 7,8 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2015. Die Zahl ausgelieferter Desktop-PCs sank im Jahresvergleich um 12 Prozent, bei Standard-Notebooks und ultramobilen Geräten betrug der Rückgang 5 Prozent. Ein Wachstum von 6 Prozent konnte der Markt für Business-PCs verzeichnen, während die Auslieferung von Consumer-PCs um 22 Prozent zurückging. Lenovo führt den Markt nach Stückzahlen hier zu Lande nach wie vor an (Anteil 20,8 Prozent), dicht gefolgt von HP Inc. (18,7 Prozent). Auf den Plätzen folgen Asus (10 Prozent), Acer (8 Prozent) und Dell (7,8 Prozent). Acer musste dabei einen hohen Rückgang (-30,2 Prozent) verbuchen. HP und Dell hatten von der stabilen Unternehmensnachfrage profitiert und konnten das Volumen bei Standard-Notebooks und Premium-Ultramobilgeräten steigern. Lenovo und Acer dagegen litten unter einem sehr starken Vorjahresquartal, in dem die BING-Promotion für Mobile-PCs die Nachfrage steigerte. Beide Hersteller verzeichnen einen starken Rückgang von 29 beziehungsweise 30 Prozent in der Nachfrage nach Notebooks für Privatanwender, so Gartner weiter.

Laut Gartner-Analystin Meike Escherich steht der PC-Markt vor größeren Schwierigkeiten als die Hersteller realisieren würden: «Die Hersteller müssen mit immer schmaleren Margen überleben und gleichzeitig ihr Angebot in neuen Gerätekategorien ausweiten, die Effizienz und Profitabilität steigern und weiter in Forschung und Entwicklung investieren. Nicht alle sind dabei erfolgreich und gerade im mittleren Marktsegment kämpfen viele Hersteller mit der Marktentwicklung.»

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