Umfrage: Mehr Nutzer von Internet-Kriminalität betroffen

Fast 80 Prozent der Internet-Nutzer in Deutschland sind einer Umfrage zufolge zuletzt mit verschiedenen Arten von Online-Kriminalität in Berührung gekommen.

Fast 80 Prozent der Internet-Nutzer in Deutschland sind einer Umfrage zufolge zuletzt mit verschiedenen Arten von Online-Kriminalität in Berührung gekommen. Für die vergangenen zwölf Monate gaben dies 79 Prozent der Befragten an, wie der Digitalverband Bitkom am Dienstag berichtete. Ein Jahr zuvor sahen sich noch zwei Drittel betroffen.

In der Umfrage gaben 47 Prozent an, ihre Geräte seien mit Schadsoftware infiziert worden. Ein Jahr zuvor lag der Anteil bei 48 Prozent. Von 33 auf 39 Prozent stieg der Anteil der Nutzer, deren persönliche Daten ohne ihr Wissen weitergegeben worden seien. 19 Prozent gaben an, bei privaten Einkäufen betrogen worden zu sein. 15 Prozent berichteten von Betrug beim Online-Banking.

Besonders stark wuchs dem Bitkom zufolge die Betroffenheit durch verbale Angriffe und extremistische Aussagen. So gaben 21 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer an, in den vergangenen 12 Monaten verbal schwer attackiert worden zu sein. In der Vorjahresumfrage lag dieser Wert noch bei 13 Prozent. Auch berichteten 14 Prozent von Konfrontationen mit extremistischen Inhalten – das waren siebenmal mehr als ein Jahr zuvor.

«Cyberkriminelle sind derzeit so präsent wie nie», kommentierte Bitkom-Präsident Achim Berg das Umfrageergebnis. Den Zahlen zufolge stieg auch die Angst der Nutzer, Opfer von Online-Kriminalität zu werden. So fürchteten sich zuletzt 83 Prozent vor Schadsoftware – vor einem Jahr waren es 75 Prozent. Eine illegale Nutzung persönlicher Daten durch Unternehmen befürchten 85 Prozent – nach 79 Prozent vor einem Jahr. (dpa)

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