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Montag, Februar 16, 2026

Qualcomm-Prognose macht Hoffnung für Smartphone-Markt

Der Chipkonzern Qualcomm hat mit seiner Prognose für das laufende Quartal eine Erholung des zuletzt schrumpfenden Smartphone-Marktes signalisiert.

Der Chipkonzern Qualcomm hat mit seiner Prognose für das laufende Quartal eine Erholung des zuletzt schrumpfenden Smartphone-Marktes signalisiert. Damit steigt auch die Hoffnung, dass sich das Problem der Branche mit überbordenden Lagerbeständen endgültig auflöst. Mit der Prognose überraschte der weltweit größte Hersteller von Smartphone-Chips auch den Finanzmarkt positiv. Anleger an der Börse reagierten erfreut.

Von Qualcomm kommen 5G-Modems zur Verbindung ins Mobilfunk-Netz unter anderem in Apples iPhone sowie die Prozessoren vieler Smartphones mit dem Google-System Android. Damit ist das Geschäft der Chipfirma ein guter Indikator für die Entwicklung des Marktes.

Für das laufende erste Geschäftsquartal prognostizierte Qualcomm am Mittwoch einen Umsatz zwischen 9,1 und 9,9 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 9,26 Prozent gerechnet. Die Aktie legte am Donnerstag im vorbörslichen US-Handel um fast sechs Prozent zu. Die Nachfrage nach Smartphones aus China verleihe dem Halbleiterhersteller etwas zyklischen Rückenwind, notierte Analyst Timothy Arcuri von der Schweizer Bank UBS. Qualcomm habe mit Blick auf die bisherigen Quartalsberichte aus der Branche eine der besseren Bilanzen vorgelegt.

Vor allem in China war der Trend, länger als früher an den alten Smartphones festzuhalten, zulasten der Nachfrage nach neuen Modellen gegangen. Die überhängigen Lagerbestände hat Qualcomm nun überwiegend abgebaut. Das Unternehmen erwartet, dass die Umsätze durch chinesische Smartphone-Hersteller im Quartal um 35 Prozent anziehen dürften.

Der Smartphone-Absatz war zuletzt in fünf Quartalen in Folge zurückgegangen. Und auch kurzfristig bleibt die Nachfrage nach neuen Geräten eher mau. Im vergangenen Quartal fielen die Verkäufe nach Berechnungen der Analysefirma IDC um 9,7 Prozent. Qualcomm schätzt, dass der Geräte-Absatz in diesem Jahr im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich sinken wird im Vergleich zu 2022.

Das sei bereits „eine Verbesserung im Vergleich zu dem, was wir vorher hatten“, sagte Finanzvorstand Akash Palkhiwala in einem Analystencall am Mittwoch. Insgesamt sieht der Manager eine Stabilisierung im Markt. So bauten Kunden wieder Lagerbestände auf ein normales Maß aus.

Kurzfristig wurden die Geschäfte von Qualcomm jedoch weiter in Mitleidenschaft gezogen. Der Umsatz fiel im vierten Geschäftsquartal (per 24. September) um 24 Prozent auf 8,63 Milliarden Dollar (8,16 Mrd Euro). Der Gewinn war mit 1,49 Milliarden Dollar um 48 Prozent niedriger als vor einem Jahr. (dpa)

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