IDC: Erster iPhone-Rückgang seit dem Start 2007

IDC senkte seine Prognose für das Smartphone-Wachstum in diesem Jahr von 5,7 auf 3,1 Prozent. Für Apples iPhone rechnen die Analysten mit dem ersten Absatz-Rückgang.

Der Smartphone-Markt schwächelt nach Jahren explosiver Zuwächse immer mehr. Der große Marktforscher IDC senkte seine Prognose für das Wachstum in diesem Jahr von 5,7 auf 3,1 Prozent, für Apples iPhone rechnen die Analysten mit dem ersten Absatz-Rückgang seit dem Start 2007. Im vergangenen Jahr war der Smartphone-Markt noch um gut 10 Prozent gewachsen und 2014 um rund 28 Prozent. Inzwischen sind jedoch auch im größten Markt China die meisten Nutzer bereits von einfachen Handys auf Smartphones umgestiegen. Außerdem wird das frühere Absatz-Modell, bei dem Mobilfunk-Anbieter alle zwei Jahre ein neues Telefon für Vertragsverlängerungen subventionierten, verstärkt vom freien Online-Verkauf abgelöst.

IDC rechnet nun für dieses Jahr mit insgesamt 1,48 Milliarden verkauften Smartphones. Das weltweit dominierende Google-Betriebssystem Android kommt in diesem Jahr der Prognose zufolge mit einem Plus von 6,2 Prozent auf 1,24 Milliarden abgesetzte Geräte. Die Android Telefone in verschiedenen Preisklassen werden von diversen Herstellern gebaut. Beim iPhone erwarten die Marktforscher einen Rückgang von 232 auf 227 Millionen verkaufte Geräte. Bei Apple landet der Großteil der Gewinne der Branche, weil der Konzern sich aus dem Wettbewerb bei günstigen Modellen heraushält.

Android und das iOS von Apples iPhones bleiben laut IDC in den nächsten Jahren die die beiden einzigen relevanten Smartphone-Plattformen: Für Microsofts Windows erwarten sie für dieses Jahr einen Marktanteil von 0,8 Prozent, der bis 2020 auf 0,4 Prozent sinken werde. (dpa)

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