Folge des Digitalbooms: Elektronische Bauteile knapp

Der allgegenwärtige Digitalboom hat für die Industrie einen unerfreulichen Nebeneffekt: In diesem Jahr sind Halbleiter und andere elektronische Bauteile so knapp wie seit langem nicht.

Der allgegenwärtige Digitalboom hat für die Industrie einen unerfreulichen Nebeneffekt: In diesem Jahr sind Halbleiter und andere elektronische Bauteile so knapp wie seit langem nicht. Erstmals gab es in den vergangenen Monaten nach Angaben aus der Branche Mangel bei Allerwelts-Bauteilen wie Kondensatoren oder Widerständen. «Am stärksten betroffen waren die Autohersteller und die Automatisierungsindustrie», sagte Christoph Stoppok, Geschäftsführer des Fachverbands Electronic Components and Systems (ECEI). An diesem Dienstag beginnt in München die Electronica, mit mehr als 3.000 Ausstellern die internationale Leitmesse der Branche.

Folge der Knappheit sind lange Lieferzeiten und höhere Preise – wiewohl der Fachverband sich zu letzterem Thema nicht äußert. Aktuell ist der Höhepunkt der Knappheit nach Stoppoks Angaben zwar überschritten, da sich die Konjunktur abschwächt. Vollständig normalisiert hat sich die Lage aber nach Industrieangaben bisher nicht. «Wir sehen für 2019 in einigen Bereichen aber weiterhin ein forderndes Marktumfeld», heißt es beispielsweise bei Audi. In einem voll ausgestatteten Premiumauto seien bis zu 10.000 Halbleiter und ein Vielfaches davon an passiven Bauelementen – das sind Kondensatoren, Widerstände und dergleichen – verbaut. (dpa)

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