Blackberry stellt Traditionsmodell «Classic» ein

Der schwer unter Druck geratene Smartphone-Pionier Blackberry dünnt seine Modellpalette weiter aus. Das Tastatur-Modell «Classic» wird eingestellt.

Der schwer unter Druck geratene Smartphone-Pionier Blackberry dünnt seine Modellpalette weiter aus. Das Tastatur-Modell «Classic», das sich bei der Bedienung stark an alten Blackberry-Geräten orientierte, wird eingestellt. Das «Classic» habe die durchschnittliche Lebenszeit eines Smartphones im heutigen Markt weit überschritten, schrieb Gerätechef Ralph Pini in einem Blogeintrag am Dienstag. Vor gut zwei Jahren hatte Firmenchef John Chen noch groß auf das günstige Tastatur-Modell gehofft, um die Talfahrt von Blackberry im Smartphone-Markt aufzuhalten. Dafür setzte er damals unter anderem den Modell-Namen «Classic» statt der geplanten Bezeichnung Q20 durch.

Doch Blackberry verlor nur noch weiter an Boden in dem Geschäft. Zuletzt war der Marktanteil auf lediglich 0,2 Prozent geschrumpft. Im vergangenen Geschäftsquartal setzte Blackberry noch 500.000 Smartphones zu einem Durchschnittspreis von 290 Dollar ab. Der Blackberry-Chef hatte wiederholt gesagt, er werde aus dem Smartphone-Geschäft aussteigen, wenn es nicht gelingen sollte, mit den Geräten Geld zu verdienen. Bei Vorlage von Quartalszahlen vor knapp zwei Wochen bekräftigte Chen zugleich, er sei noch zuversichtlich, das dies zu schaffen sei. Der Konzern will im laufenden Jahr mindestens zwei neue Smartphones mit dem Google-System Android auf den Markt bringen. Schon sei einiger Zeit wird spekuliert, das hauseigene Betriebssystem Blackberry 10 dürfte eingestellt werden. (dpa)

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