Bitkom: Drei Viertel verzichten bei Open Source auf eine Strategie

Die große Mehrheit der Unternehmen in Deutschland (67 Prozent) steht Open-Source-Software aufgeschlossen gegenüber, doch nur eine Minderheit (25 Prozent) geht das Thema strategisch an.

Die große Mehrheit der Unternehmen in Deutschland (67 Prozent) steht Open-Source-Software aufgeschlossen gegenüber, doch nur eine Minderheit (25 Prozent) geht das Thema strategisch an. Vor allem kleinere Unternehmen mit 20 bis 99 Beschäftigten haben nur selten (24 Prozent) eine Open-Source-Strategie, bei Unternehmen mit 2.­000 oder mehr Beschäftigten ist es dagegen jedes Zweite (50 Prozent), so der Bitkom. Aktuell haben 71 Prozent der Unternehmen Open-Source-Software im Einsatz. Die Lizenz von Open-Source-Software erlaubt es, Programme frei auszuführen, den Quellcode zu analysieren und anzupassen sowie die Software auch in modifizierten Varianten weiterzugeben. Eine Voraussetzung dafür ist, dass der Quellcode der Software offen zugänglich ist.

«Open-Source-Software ist aus der Wirtschaft nicht mehr wegzudenken und auch die Politik entdeckt zunehmend ihre Bedeutung. So hat die neue Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag Open Source ausdrücklich als Baustein für Digitale Souveränität erkannt und benannt», so Frank Termer, Bereichsleiter Software beim Bitkom. «Allerdings fehlt auf Bundesebene – wie auch in der Mehrheit der Unternehmen – eine strategische Herangehensweise an das Thema Open Source.» Daher empfiehlt der Bitkom die Schaffung eines Nationalen Open Source Program Office, die Berücksichtigung von Open Source bei der Schaffung von Digitalisierungs-Kompetenzzentren und die Verankerung des Themenfeldes Open Source im Bildungsbereich.

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