„Wir würden mit dem Channel gerne Cloud-Geschäfte tätigen“

Jedes zweite Neukundengeschäft wird von Haufe-Lexware bereits über ein Subskription-Modell abgewickelt. Der Hersteller bedauert, dass die Distribution kaum Cloud-Marktplätze anbietet.

Der Trend geht auch bei Haufe Lexware weg von Software-Boxen mit Datenträgern für den Desktop und hin zur Cloud. Jedes zweite Neukundengeschäft wird bereits heute über ein Subscription-Modell abgewickelt. „Im Channel können wir jedoch Subscription-Modelle noch nicht auf breiter Basis anbieten“, betont Marion Winkler, Vertriebsleiterin von Haufe-Lexware, im Gespräch mit ChannelObserver. Das Problem: Die deutschen Distributoren bieten derzeit praktisch noch keine Cloud-Marktplätze an. „Ein Multichannel-Ansatz ist von Haufe-Lexware gewünscht. Doch bedauerlicherweise ist die Distribution noch nicht soweit. Wenn die entsprechenden Plattformen starten, können wir richtige Cloud-Geschäfte mit dem Channel machen“, so Winkler weiter. Immerhin testet der Spezialist für Steuer-Software den Cloud-Marktplatz von Broadliner Also, der sich derzeit noch in einer Pilotphase befindet. Und mit Ingram Micro hat ein weiterer Broadliner einen Cloud-Marktplatz angekündigt, der in den kommenden Wochen vorgestellt werden soll.

Haufe-Lexware setzte auf die Partnerschaft mit dem Handel, wie die Vertriebschefin versichert. Dies zeige auch das Produkt „Smartsteuer“, dass seit Dezember vergangenen Jahres über Partner vermarktet wird. Die Online-Steuererklärung werde bereits „sehr erfolgreich“ über den Channel vertrieben, wie Winkler berichtet. In der Smartsteuer-Retail-Box ist ein Lizenzschlüssel enthalten, den Kunden online einlösen und bei der Abgabe der Steuererklärung somit nicht erneut zur Zahlung aufgefordert werden. Mit der webbasierten Anwendung von ergänzt Lexware seine Desktopprodukte um eine Cloud-Variante für Arbeitnehmer und Selbständige. Die Lösung läuft auf Mac, Windows und Linux-Rechnern, die Steuererklärung ist auch auf dem Tablet zu erledigen. Trotz des Schwerpunktes auf Cloud-Produkte soll On-Premise nicht vernachlässigt werden. „Wir wollen für jede Zielgruppe das passende Produkt bieten. Der Anwender hat die Wahl zwischen einer geräteunabhängigen Online-Lösungen und Desktop-Produkten für Laien und Profis“, betont Vertriebschefin Winkler.

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